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Freitag, 30. Juni 2017

Tag im Leben // Familienedition - Sommer 2017

[Ich hab den -Tag im Leben Frühling- Post total verschwitzt. Aber jetzt gibt's dafür direkt den Sommer]

26. Juni 2017 {Montag}

Kristine - 32 Jahre
Jonas - 33 Jahre
Krümel - 2 Jahre8 Monate
Purzel - 6, 5 Monate

2.30
Purzels Nachtsnack

5.30 
Wecker klingelt, wird gesnoozt.

5.46
Ich stehe auf, Jonas und Purzel schlafen noch, Krümel ruft. Ich decke ihn noch mal zu, gehe ins Bad, ziehe mich an und suche meine Sachen zusammen. 

6.06
Ich sage Jonas Tschüß, ziehe meine Regenjacke an (es regnet und weil unser Auto immer noch sonstwo und vor allem kaputt ist muss ich Bahn, sprich vorher Fahrrad zum Bahnhof, fahren). Ich hole mir eine Flasche Wasser aus dem Keller, stelle mein Rad raus und merke, dass mein Helm noch oben ist, also noch mal hoch.

6.10
Abfahrt zum Bahnhof

6.23 
Ankunft am Bahnhof, ich finde einen Parkplatz und gehe zu den Fahrkartenautomaten im Hauptgang, die sind aber immer noch kaputt (ich hatte da am Samstag schon mal geguckt), also gehe ich zu den Automaten im Nebengang, wo aber einige Leute stehen. Die sind zum Glück schnell fertig und ich kann mein Ticket kaufen. 

6.30
Ich sitze im Zug, mir ist etwas schummerig, ich versuche zu lesen, entscheide mich dann aber doch für ein Nickerchen.

7.11
Ankunft am Bahnhof

7.14
Ich stempele mich ein. Im Büro angekommen erinnere ich mich (dank eines Banners) dass meine Kollegin Geburtstag hat und gratuliere ihr. Wir gehen direkt erst mal kurz einkaufen, ich hab eh ne halbe Stunde, die ich quasi totschlagen muss, weil ich mit der Bahn unflexible bin und die halbe Stunde die ich länger bleibe mir als Pause abgezogen wird. 

7.21
Ich stempele mich zum einkaufen aus. Ich hole mir ein Sixpack Wasser und Joghurts.

7.43 
Wir sind wieder da. Es gibt ei Geburtstagsfrühstück, ich hole mir ein Marmeladenbrötchen, suche meine Akten und sortiere die Poststücke, von denen die Hälfte nicht für mich ist. 

10.27
Ich hab meine Akten fertig und langweile mich erst mal.
Ich hänge Akten ab und esse noch was.

13.00 
Ich setze mich zu den Kollegen zum Mittagessen.

13.38 
Ich stempele mich aus und gehe zum Bahnhof.

13.52
Der Zug kommt.

14.30
Ankunft in Münster

14.38
Zu hause, ich stelle mein Rad in den Keller. Jonas und ich essen zusammen, dann ruhe wir uns auf dem Sofa aus.

15.30
Purzel ist wach, er gluckst vor sich hin und spielt mit seiner Schlange. 

15.45 
Ich stille den Purzel. 

16.00 
Zeit Krümel abzuholen. Wir beschließen spontan noch zum Send zu gehen und packen in Windeseile das Nötigste ein.  

16.15
Wir fahren los.

16.20
Wir sammeln den Krümel an der Kita ein. Der zeigt mir in einem Buch noch ein Schranke ("hat Krümel auch"). Wir setzen ihn in seinen Fahrradsitz und radeln los.

17.10
Wir fahren mit dem Riesenrad. 

17.30
Krümel fährt, stolz wie Oscar, im Kinderkarussell, erst im Rennauto, dann in einem Jeep und die letzte Runde in der Lokomotive.
Danach gehen wir noch Popcorn kaufen, eine große Tüte zum Mitnehmen und eine kleine zum gleich essen.
Wir setzten uns auf eine Bank und vertilgen das Popcorn, danach machen wir uns auf den Heimweg.

18.15 
Zu Hause angekommen, Krümel spielt mit der Eisenbahn.

19.15
Abendessen fertig, Jonas macht Krümel bettfertig, ich den Purzel. Ich stille Purzel noch. 

19.50
Purzel schläft.

20.00
Krümel auch.

20.15
Wir gucken die Auswanderer, Jonas bearbeitet dabei Fotos. Ich döse etwas weg dabei.

22.30
Ich gehe duschen, putze Zähne und mache mich fertig.

23.10
Schlafenszeit!

Donnerstag, 22. Juni 2017

Allgäu Sommer 2017

Am 28.05.2017 sind wir in den langersehnten Urlaub gefahren. Wir wollten noch mal 2 Wochen ausspannen, bevor es nächste Woche für mich wieder zurück zur Arbeit geht. 
Wir haben uns also am Sonntag Abend nach dem Abendessen bei noch brütender Hitze mit einem pickepacke vollgepackten Auto auf den Weg gemacht. Nach kurzer Zeit mussten wir feststellen, dass die Klimaanlage nicht so funktionierte, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es war immer noch ziemlich warm im Auto,  die Jungs schwitzten in ihren Sitzen und wir haben dann angehalten, um sie bis auf den Body zu entblättern. 
Wir sind dann aber gut angekommen (mitten in der Nacht), Krümel war natürlich erst mal hellwach und hat sich gefreut. Wir haben schnell ausgeräumt und dann geschlafen. 

Montag morgen nach dem Frühstück ging es erst mal einkaufen und dann haben wir alle Mittagsschlaf gemacht. Das Wetter war toll und wir haben am Nachmittag noch eine kleine Wanderung zum Sonderdorfer Kreuz unternommen. Krümel ist ein Stückchen gelaufen und hat sich dann von Papa tragen lassen, während ich den Purzel auf dem Rücken hatte.

Dienstag haben wir dem Krümel dann einen innigen Wunsch erfüllt und sind Gondel gefahren! Auf dem Berg angekommen haben wir eine (abenteuerliche) Runde zum Schwabenhaus über Stock und Stein gedreht, dort eine Pause eingelegt und sind danach mit der Gondel wieder runtergefahren.

Mittwoch haben die Kinder uns etwas länger schlafen lassen und wir waren vormittags dann nur auf einem kleinen Spaziergang in Richtung Kierwang, bei dem wir die Gleiter beobachtet und Tannenzapfen in den Bach geschmissen haben.


Nachmittags haben Krümel und Jonas Onkel Tammo vom Bahnhof abgeholt.
Donnerstag bevor dann auch Onkel Jan kam, haben wir alle zusammen gefrühstückt und sind danach noch mal zum Sonderdorfer Kreuz aufgestiegen.

Die Männer waren noch einkaufen und abends waren wir dann essen,

Freitag haben wir uns dann die Panoramatour vorgenommen, die bei keinem Allgäu-Urlaub fehlen darf. Während Jonas und ich mit den Jungs mit dem Bus nach Ofterschwang zur Bergbahn gefahren sind, sind Jan und Tammo gelaufen. Zu Krümels großer Freude ging es dann mit der Seilbahn  hinauf aufs Ofterschwanger Horn. Dort allerdings erwartete uns neben einer großen Herde Kühe auch ein dicker Regenschauer.
Wir sind also direkt erst mal eingekehrt und haben bei Cola und Apfelsaft den Regenguss ausgesessen.
Als es dann nachliess haben wir uns auf den Weg gemacht. Der Krümel sass zunächst noch bei Jonas in der Kraxe, aber relativ bald (als es dann auch nicht mehr regnete) konnten wir ihn überzeugen selbst zu laufen und ab da hat er praktisch die ganze Panoramatour alleine bewältigt.


 Sogar die Gipfelkreuze vom Rangiswanger Horn und Weiherkopf haben wir mitgenommen und dabei riesiges Glück mit dem Wetter gehabt. Als wir auf dem Weiherkopf waren zog es zu und wir konnten sehen, dass es auf dem Rangiswanger Horn schon noch dunkler wurden. Wir sind dann mit der Gondel dem schlechten Wetter davon gefahren und im Tal ist es erst angekommen, als wir schon wieder im Trockenen saßen!

Für Samstag hatten wir uns dann eine neue Tour vorgenommen, die uns von vielen Seiten empfohlen worden war: die Sonnenköpfe bei Schöllang. Diese Tour stellte uns aber erst mal vor ein logistisches Problem, denn wir passten ja nicht alle in unser Auto und die Anfahrt war zumindest zu lang, um zu Fuß zu gehen, selbst bei Jan und Tammos Tempo. Also haben die beiden sich auf gemacht nach Fischen und wir sind zum Startpunkt gefahren, da hat Jonas mich un die Jungs abgesetzt und die anderen beiden in Fischen abgeholt, das hat zumindest etwas Fahrzeit gespart.

Frohen Mutes sind wir dann losgestapft, einer Empfehlungsroute aus dem Internet folgend.



Es ging recht bald recht steil hoch und bei strahlendem Sonnenschein kamen wir bald ganz schön ins Schwitzen.


Es zeichnete sich dann langsam ab, dass die geplante Tour für ungeübte Wanderer mit kleinen Kindern vielleicht doch eine Nummer zu groß ist und so haben wir dann beschlossen umzudisponieren.


Wir haben uns getrennt und Jonas und ich sind mit den Kindern auf dem Rücken (Krümel war ein gutes Stück gelaufen und noch oder schon wieder totmüde) auf direktem Wege zum Sonnenkopf gewandert, während Jan und Tammo auch noch den Heidelbeerkopf und Schnippenkopf mitgenommen haben.


Der Weg hoch war schon sehr steil und anstrengend, vor allem mit 9 bzw. 15 Lebendkilos. Die Kinder haben den Aufstieg weitestgehend verschlafen.


Wir haben es aber hoch geschafft und Tammo und Jan kamen nur wenig später am Gipfelkreuz an. Die Aussicht war fantastisch und wir haben kurz gerastet bevor wir uns dann wieder an den Abstieg gemacht haben.


Der hatte es auch in sich, es ging teilweise sehr steil abwärts und es war geröllig. Die Tour war echt schön und in der Gegend kann man wohl noch viele schöne Wanderungen machen, aber das nächste Mal dann erst, wenn das jüngste Kind mindestens in der Grundschule ist und alle selbst laufen können ;)


Zurück am Auto haben Jan und Tammo sich zu einem wohlverdienten Snack in die Hütte verzogen, während Jonas erst mal mich und die Kinder zurückgefahren hat.

altbekannter Balkonausblick

Sonntag war schlechteres Wetter angesagt, weshalb wir uns entschieden hatten dem Krümel einen weiteren Wunsch zu erfüllen und Bahn zu fahren. Die Strecke nach Lindau war von der Dauer her passend, ist sehr schön und auch Lindau ist immer wieder einen Besuch wert.

Archivfoto von 2012

Das Wetter hat leider zunächst nicht kooperiert. Als wir ankamen hat es erst mal geschüttet wie aus Eimern und wir mussten unter den Sonnenschirmen eines Cafes Unterschlupf suchen.

Archivfoto

Wir haben bei wehcselhaftem Wetter dann eine Runde durch die Stadt gedreht und waren zum Schluss noch Kuchen essen im bayrischen Hof (desaströser Service!). Als wir uns dann auf den Rückweg machten (relativ früh, weil wir für abends einen Tisch reserviert hatten) , wurde das Wetter langsam besser.

Archivfoto

Auf der Rückfahrt mit dem sehr flotten Regionalexpress, der in sich den Kurven sehr weit neigt ist mir erst mal kotzschlecht geworden. Ich war heilfroh, als wir wieder zurück waren. Abends sind wir dann noch (abschieds-)essen gegangen und Montag morgen haben Jan und Tammo sich dann wieder auf den Heimweg gemacht.

Wir waren nachmittags aufgrund des anhaltenden schlechten Wetters im Minimobil in Sonthofen. Krümel hat die Ausstellung gefallen, vor allem die Eisenbahn hat es ihm natürlich mal wieder angetan.

Dienstag hat Jonas morgens unser Auto in die Werkstatt gebracht, wegen der Klimaanlage (die man bei den Tagestemperaturen eigentlich gar nicht mehr brauchte). Die war dann auch relativ flott repariert und wir haben beschlossen, noch am Abend den Heimweg anzutreten, weil auch für die nächsten Tage noch schlechtes Wetter angesagt war und mehrere Tage mit den Kindern in einem Zimmer dann doch anstrengend werden. Wir haben also gepackt und aufgeräumt und Reste gegessen. Gegen 19.00 Uhr haben wir uns auf den Heimweg gemacht.

Da könnte unsere Urlaubsgeschichte jetzt zu Ende sein. Ist sie aber nicht.

Gegen 23.00 Uhr waren sir kurz hinter Frankfurt und da ging plötzlich das Öldrucklämpchen im Auto an. Ein schneller Check im Internet (wir hatten klugerweise die Anleitung des Autos zu Hause vergessen) ergab, dass wir wohl besser nicht weiterfahren sollten.
Bis zum nächsten Rastplatz sind wir dennoch gefahren und da hab ich dann erst mal meinem leicht zu überredenden ich gedankt, dass es sich vor einiger Zeit hat eine ADACPlus Familien Mitgliedschaft (vorher war ich nur normales Mitglied)  aufschwatzen lassen.
Ich hab also den ADAC gerufen, nochmal drauf hingewiesen,dass unsere Kinder mit im Auto sitzen und dann haben wir gewartet....
2 Stunden, mitten in der Nacht.
Gegen 1 Uhr, nachdem wir noch 2 Mal da angerufen und nachgefragt hatten kam dann endlich der Abschleppwagen (oder in Krümels Worten: kleiner Autotransporter). Der sollte uns dann zur nächsten Werkstatt schleppen. Wir sollten in ein Hotel. Die nächste Werkstatt war in Butzbach,... einem Minikaff in Hessen, wo wir also nun um 2 Uhr nachts erst mal ein Hotelzimmer finden mussten.
Ich kürze das Hin und Her über die Befugnisse des Abschleppwagenfahrers und die Schwirigkeit in Butzbach ein Taxi zu bekommen etwas ab. Um 2.30 Uhr war ich mit den Kindern im Hotel und Jonas war unterwegs zu der Werkstatt, gegen 3.00 Uhr waren wir im Bett.
Nach einer unruhigen Nacht haben wir am nächsten Morgen erst mal geklärt wie es weitergeht. Aus dem Hotel mussten wir ja zeitnah auschecken, um nicht eine zweite Nacht in Rechnung gestellt zu bekommen. Der ADAC würde aber keine zweite Nacht bezahlen, sondern sollte das Auto nicht am gleichen Tag noch repariert werden können, uns einen Mietwagen zur Verfügung stellen und unser Auto zu unserer Werkstatt nach Münster transportieren.
Ob unser Auto am gleichen Tag repariert werden konnte wussten wir aber noch nicht, weil die Werkstatt noch nichts gemacht hatte.

Wir haben dann erst mal gefrühstückt und ich bin schnell in die überschaubare Innenstadt geflitzt, um eine Hose für Krümel (im Auto hatten die ja nur Schlafanzüge an und der Koffer mit seinen Hosen war noch im kaputten Auto in der Werkstatt) und Zahnbürsten und Duschzeug (welchen wir nie mitnehmen, weil es das in der Ferienwohnung ja gibt) zu besorgen.
Die Mitarbeite im Hotel waren glücklicherweise sehr hilfsbereit und mitfühlend und haben nicht auf die Check-out-Zeit gepocht, sondern uns zugestanden, uns Zeit zu lassen.
Gegen 11.00 Uhr haben wir und dann aber trotzdem mal fertig gemacht, unser Gepäck eingestellt und dann sind wir zu Fuss los, um unser Zwangsurlaubsziel zu erkunden. Gegen mittag wollte sich die Werkstatt melden.


Butzbach stellte sich als durchaus ansehnliches und pittoreskes Örtchen heraus. Wir haben einen sehr schönen Spielplatz gefunden, wo der Krümel sich erst mal austoben konnte.


Die Werkstatt meldete sich dann auch recht bald un hat uns mitgeteilt, dass das Auto auf jeden Fall an dem Tag nicht mehr fertig würde, so dass dann die Option mit dem Mietwagen in Kraft trat.
 Ich habe noch mal mit dem ADAC telefoniert, wir sind zurück zum Hotel und haben ein Taxi bestellt und habend ann erst den Mietwagen abgeholt, dann unseren Kram aus dem Auto geholt und haben und dann mit unserer neuen Familienkutsche auf Zeit (ein Opel Zafira) auf den Heimweg gemacht!


Unser Auto ist aktuell noch nicht in Münster angekommen, wir sind also zur Zeit autolos, was etwas nervig ist, weil ich ja seit 2 Wochen wieder arbeite und jetzt Bahn fahren muss...

Auf Wiedersehen Autochen!



Donnerstag, 13. April 2017

Harry Potter in Concert

Vor einiger Zeit haben wir im Fernsehen durch Zufall gesehen, dass es eine Veranstaltungsreihe gibt, die Harry Potter in Concert heißt. Dabei wird ein Harry Potter Film gezeigt und die Filmmusik wird von einem Orchester live gespielt. Das klang ziemlich cool und soll auch sehr beeindruckend sein. 

Überraschenderweise hat Jonas für uns Karten für den Auftritt in Oberhausen besorgt und da waren wir dann am 31.03.


Die Arena war zwar nicht ausverkauft, aber doch ziemlich gut besucht. Wir waren beeindruckt von der Diversität der Zuschauer. Von Kindern über nerdigen Mittzwanzigern in Kostümen zu aufgebrezelten Mädels-Cliquen und Rentnern war wirklich alles vertreten. Und das für einen Film, der 15 Jahre alt ist ;)


Das Konzert war echt ganz toll, auch wenn man leider sagen muss, dass die Arena für klassische Musik nicht den optimalen Klangkörper bietet.
Außerdem war das Spiel so perfekt, dass man fast nicht gemerkt hat, dass es live gespielt wurde ;) Aber es war echt toll während des Films immer wieder dem Orchester zuschauen zu können und viel bewusster mitzubekommen, wann man von der Musik davongetragen wird. 
Uns hat's richtig gut gefallen. Im Januar gibt's den zweiten Teil, wir überlegen da auch wieder hin zu gehen ;)

Mittwoch, 29. März 2017

Escape-Room

Wir leben ja zur Zeit etwas hinter dem Mond in unserem Kinder-Wunderland und so war der neue Freizeittrend der Escape-Rooms (man wir in einen Raum "gesperrt" und hat eine Stunde Zeit Rätsel zu lösen und Hinweise zu suchen, um wieder raus zu kommen) an uns vorbei gegangen.
Zu Weihnachten haben wir dann die Spiele für zu Hause geschenkt bekommen. Und Jonas hat zum Geburtstag einen Gutschein für einen Escape-Room hier in Münster bekommen.

Wir haben uns also ausgiebig mit den Spielen für zu Hause vorbereitet und am Sonntag (19.03) hat Jonas' Mutter dann die Kinder gehütet und wir haben uns mit Jan und Tammo einsperren lassen.

Ich will jetzt gar nicht viel verraten, aber es hat auf jeden Fall richtig viel Spaß gemacht. Man fühlte sich wie ein Abenteurer oder Detektiv im Fernsehen, während man jedes Teil in dem Raum durchsucht und jeden Hinweis zusammen gepuzzelt hat. Wenn man mal nicht weiter kam gab es über einen Bildschirm Tipps von unserer Moderatorin, insgesamt haben wir 6 davon gebraucht (was wohl nicht so viel ist) und 2 davon waren quasi überflüssig (wir waren da schon gard dabei das umzusetzen).
Wir haben es dann auch in der Zeit geschafft zu entkommen!


Und jetzt sind wir angefixt und würden am liebsten direkt wieder loslegen :)

Sonntag, 26. März 2017

Mutterfragebogen Teil 2

39. Wünscht du dir, dass deine Arbeit als Mutter mehr anerkannt wird?

Häufig schon, aber ich habs mir ja selbst ausgesucht. Auch, wenn de Kinder nicht jedes Mal Danke sagen, dafür, dass ich ihnen was gekocht oder sie gewickelt hab, so haben sie doch ihre eigene Art mir das zu zeigen.

40. Findest du das Wort Arbeit in diesem Zusammenhang passend?

Ja und nein. Es ist Arbeit im wörtlichen Sinne, klar. Man sitzt ja nicht nur auf dem Sofa rum und träumt vor sich hin, man hat gewisse Dinge zu tun und so gesehen ist es Arbeit. Aber ich würde es nie mit einem "Job" vergleichen, weil es eben doch ganz anders ist.

41. Kannst du selbst gut anerkennen, was du als Mutter tust?

Ich denke schon, dass ich das ganz gut hinkriege. Die Kinder leben noch, bekommen täglich was zu essen, haben saubere Klamotten und noch haben wir weder Mäuse noch Ameisen in der Wohnung *lol*
Ich sehe durchaus, was ich tue :)

42. Ein Gegenstand deines Kindes den du ewig aufbewahren wirst?

Puh, bisher die Bändchen aus dem Krankenhaus.

43. Wie hast du dir als Kind das Großsein vorgestellt?

Ganz toll. Ich weiß noch in der 1./2. Klasse da wollten wir immer 10 sein!! Aber so konkrete Vorstellungen davon wie Großsein ist hatte ich nicht, oder zumindest erinnere ich mich nicht dran.

44. Ist es besser oder schlechter geworden oder einfach nur anders?

Es ist jedenfalls nicht immer einfach!

45. Wärst du gerne noch mal zehn?

Ja, wenn ich danach wieder ohne Umweg 32 werden könnte schon.

46. Welches Spiel deines Kindes langweilt dich zu Tode?

Bauklötze bauen, weil jedes Türmchen spätestens nach dem dritten Stein wieder zerstört wird.

47. Was hast du durchs Muttersein über dich und die Welt gelernt?

Ich hab erfahren, wie viele Möglichkeiten und Angebote es für Familien gibt, aber auch, wie schwer es ist sie wirklich anzunehmen.
Außerdem merke ich jetzt selber, dass ich unausstehlich bin, wenn ich Hunger habe ;)

48. Verstreicht die Zeit mit Kind schneller als früher, langsamer oder gleich schnell?

Die Zeit verfliegt. Ich kann nicht glauben, dass wir einen fast Zweieinhalbjährigen haben und der Purzel ist auch schon nicht mehr so klein, obwohl er doch gerade erst geboren wurde.

49. Kurz mal vorgespult: ein Sonntagmorgen, dein Kind ist 16 Jahre, was tut ihr?

Ich hoffe gemütlich zusammen frühstücken, mit Kakao, Eiern, Brötchen. Mein 16-jähriger Krümel im Schlafanzug, noch nicht ganz wach und vielleicht etwas mürrisch, Jonas und ich geduscht und gut gelaunt. Der 14-jährige Purzel und vielleicht das 3. Geschwisterkind necken den großen Bruder liebevoll und wir unterhalten uns über die Pläne für den Tag (je nach Wetter und Jahreszeit, ein Ausflug, Spaziergang, Sportevent der kids? oder fauler Schlumpftag).

50. Hast du mehr oder weniger Angst, seit du Mutter bist?

Andere Angst. Meine größte Angst war eigentlich immer, keine Kinder zu bekommen. Jetzt hab ich zwei und bin diese Angst los. Dafür mache ich mir natürlich permanent Sorgen um die beiden.

51. Wovor ganz besonders oder nicht mehr?

Besonders hab ich Angst, dass meiner Familie was zustößt, dass die Kinder nicht glücklich sind/werden.

52. Welche Momente mit deinem Kind machen dich extraglücklich?

Wenn wir morgens vor dem Aufstehen alle zusammen im Bett kuscheln, wenn die Kinder aus vollem Herzen lachen und  Krümel durch die Wohnung tollt,  wenn wir zu viert etwas unternehmen, egal ob Busfahren in die Stadt oder ein Ausflug in den Zoo.

53. Kindergarten-Basteleien: Aufheben oder (heimlich) wegwerfen?

Vor der Frage stehe wir auch gerade, noch ist alles da, aber ich werde 99 % davon demnächst entsorgen. Im Moment sind es eh meist leere Blätter, die rundherum eingeschnitten wurden. Ich denke besondere Einzelstücke werden wir aufheben, aber die lieblose Massenware wird entsorgt.

54. Was war deine unnötigste oder beknackteste Anschaffung fürs Kind?

Ein extra Regenschutz für den Kinderwagen. Wir wussten nicht, dass da sowieso eine Regenplane bei ist, also haben wir eine bestellt und die ist nicht mal richtig wasserdicht.
Ansonsten wir haben eigentlich nichts, das wir so gar nicht benutzt hätten. Als Krümel kam waren wir ja noch jung und arm und haben gut überlegt, was wir anschaffen und was nicht. Insgesamt haben wir vielleicht etwas viele Klamotten :) aber die haben wir auch schon noch wieder weiter verliehen und das rechtfertigt doch die Anschaffung :)

55. Was machst du ganz anders als deine Eltern?

Das kann ich noch nicht so genau sagen.

56. Um etwas besser zu machen? Um etwas nicht so falsch zu machen? Oder weil du einfach ein anderer Mensch bist?

Das wird sich zeigen

57. Was machst du genau wie sie?

Ich versuche eine sichere und geregelte Umgebung zu schaffen.

58. Dein liebstes kleines Familien-Ritual oder Ritual mit deinem Kind?

Krümels "bißchen toben", wenn Papa nach Hause kommt, Bananenmilch am Sonntag, gemeinsam Abendessen, knuddeln vorm Schlafengehen.

59. Was würdest du an einem freien Wochenende ohne Kind tun?

Aufräumen, schlafen, rumgammeln...

 60. Wenn du dir als Mutter etwas wünschen dürftest, von der Gesellschaft, der Politik, von wem auch immer, was wäre das?

Ich würde mir wünschen, dass man als Mutter und auch als Vater wirklich keine Nachteile mehr hat. In vielen Jobs ist es immer noch schwer als Frau, ich wurde bei 20 Bewerbungen nur von einem einzigen Anwalt eingeladen und ich bin davon überzeugt, dass das zumindest teilweise damit zusammen hing, dass ich schon ein Kind hatte (und dann ja auch vielleicht noch eins kommt). Und das Elterngeld und die Elternzeit sind gute Sachen, aber wir haben grade am eigenen Leib erfahren, wie ungern Firmen das grade bei Männern immer noch sehen.

61. Wie geht's der Liebe?

Der Liebe zu Jonas gehts gut, auch wenn sie im Moment nicht im Vordergrund steht. Dafür geht es der Familienliebe noch viel besser.

62. Was würdest du einer kinderlosen Freundin nicht erzählen, wenn sie dich fragt, wie das Elternsein wirklich ist?

Wie anstrengend es sein kann ein 6 Kilo-Kind studenlang durch die Gegend zu tragen und wie frustrierend es ist, manchmal einfach nicht zu wissen, warum die Kleinen weinen.

63. Wann hast du zuletzt über eine andere Mutter den Kopf geschüttelt?

Freitag auf dem Spielplatz.

64. Wann hat eine andere Mutter zuletzt über dich den Kopf geschüttelt?

Wahrscheinlich besagte Mutter am Freitag auf dem Spielplatz.

65. Wie erlebst du ganz generell den Umgang von Müttern untereinander?

Ich hab noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber ich merke schon, dass man bei manchen Themen vorsichtig sein muss, was man sagt, um sich keine Vorhaltungen über richtig und falsch einzubrocken.

66. Wärst du ohne Kind glücklicher, weniger glücklich oder genauso glücklich wie mit Kind - oder hast du dir diese Frage nie gestellt?

Ich wäre ohne Kinder auf jeden Fall unglücklich!

67. Fragst du dich heute manchmal, was du früher mit all der Zeit angefangen hast?

Allerdings!!

68. Wonach hat deine Kindheit geschmeckt?

Meine Kindheit hat eher gerochen, nach feuchtem Gras und frisch gemähten Wiesen...

69. Und wie findet dein Kind diesen Geschmack?

Ich hoffe, wenn wir irgendwann mal einen Garten haben werden sie den Geruch auch mögen.

70. Wie funktioniert das für dich: Arbeit und Familie?

Das sehe ich ab Juni wieder, aber ich denke dass das gut klappen wird. Meine Arbeit ist ganz kinderfreundlich und Krümel liebt ja auch die Kita, so dass wir alle damit zufrieden sind.

71. Der lustigste Blödquatsch , den du mit deinem Kind gerne machst?

Kitzeln, Toben, Höhlen bauen.

72. Fühlst du dich als Mutter manchmal einsam?

Ja manchmal, wenn ich Gesprächsbedarf hab und auf die Frage wie es in der Kita war zu hören bekomme " Kita ZU!" (Krümels Version von "Ich möchte nicht darüber sprechen")

73. Die schönste Wortschöpfung deiner Kindes?

Kokolade (Schokolade), Apezieren (Spazieren)

74. Wie würdest du ihn als Vater beschreiben?

aus Kindersicht: vollkommen,
aus Muttersicht: Spielkind ... der Müll... *lol*

75. Und dich als Mutter?

Ich bin stets bemüht, den Überblick zu behalten, aber immer wieder lasse ich mich mitreißen in das wunderbare Chaos!

76. Was vermisst du?

Einige Haare und normale (= nicht Still-) Klamotten

77. Bärchenwurst?

Aber ohne Brot :)

Sonntag, 5. März 2017

Mutterfragebogen Teil 1

1. Wie geht's dir?

Gut.

2. Was macht dich gerade glücklich?

Meinen Kindern beim Schlafen, Spielen, Essen, Wachsen zuzusehen. Am Wochenende schöne Sachen unternehmen und den Krümel mit kleinen Freuden (Kekse zum Mittagessen, Saft in der Stadt) überraschen.

3. Was weniger?

Die wachsende Enge in unserer Wohnung, Kinder zwei Stockwerke hochschleppen, Welt-Politik

4. Ist es in Ordnung vorm Kind zu fluchen?

Ich finde schon, wenn es mal rausrutscht, aber dann muss man auch hinnehmen, dass die Kinder das auch tun! 

5. Wie fluchst du denn am liebsten, wenn das Kind es nicht hören kann?

Ich weiß es gar nicht so genau, aber ich glaube ich fluche fast immer (egal wo das Kind ist) "Himmel Herrgott". 

6. Welche Ausdrücke waren in deiner Kindheit verboten?

Sehr wahrscheinlich "sche***", aber vor allem erinnere ich mich, dass wir nicht " geil" sagen sollten.

7. Hat dich das Muttersein müde oder auch wach gemacht?

Meine Kinder sind zum Glück gute Schläfer und ich schon immer notorisch müde, so dass ich nicht das Gefühl habe, müder zu sein, als vorher. Ich bin jetzt eher gezwungenermaßen mehr wach und wir unternehmen auch mehr. 

8. Welche drei Dinge wünscht du dir von deinem Partner gerade am meisten?

- Aufmerksamkeit - für mich UND die Kinder
-Anerkennung für das was ich tue 
- dass er den Müll runterbringt :)

9. Was stünde wohl auf seiner Wunschliste?

- Ausschlafen
 Anerkennung?

- dass ICH den Müll runterbringe?? :)

10. Was findest du an deinem Kind gerade besonders hinreißend?

Krümels ansteckendes freches Lachen und seine unbefangene Begeisterung mit der er sich auch an den kleinsten Dingen erfreuen kann.
Purzels zahnloses Grinsen, wie es über sein ganzes Gesicht strahlt.

11. Pink und "Hello Kitty", Hellblau und Laserschwerter- okay oder nicht?

In Maßen finde ich das ok, man kommt ja auch kaum drum rum. Krümel hat schon einige Jungsklamotten, obwohl wir in Erwartung eines ggf. andersgeschlechtlichen Geschwisterchens darauf geachtet haben, dass wenigstens ein Teil der Klamotten "neutral" ist. Krümel trägt aber auch rote Hosen und Pullis.
Krümel hat jede Menge Autos, aber auch zwei Puppen und eine Spielküche. Meist entscheidet er sich für die Autos, letztens hat er sich bei Bekannten aber sehr für das Puppenhaus interessiert... Uns ist das völlig egal. Wenn er sich Puppensachen zum Geburtstag wünscht bekommt er die und wenn er weiter Autos und Bagger spielen möchte ist das auch gut.

12. Welche Wünsche würdest du deinem Kind gerne ausreden?

Bisher sind die klar artikulierten Wünsche (bisschen toben, basteln, Schienen bauen, (Laugen-)Stange haben) vom Krümel eigentlich alle erfüllbar. Gut, Laugenstange bekommt er nicht immer und das Basteln morgens vor der Kita muss auch nicht unbedingt sein, außerdem bekommt er nicht das Handy zum Spielen.

13. Wie groß, denkst du, ist dein Recht, seinen Geschmack mehr oder weniger subtil in bestimmte Bahnen zu lenken?

Als wir zum Taufgespräch für den Krümel beim Pfarrer waren und uns darüber unterhalten haben warum wir ihn taufen lassen wollen, da hat der Pfarrer etwas gesagt, das uns als richtig erscheint: Wir treffen (unvermeidlich) so viele Entscheidungen für unsere Kinder - die Entscheidung, dass es sie überhaupt gibt, wo sie wohnen, wo sie zur Schule gehen, was sie zu essen bekommen- da dürfen wir auch die Entscheidung treffen welcher Religion sie (zunächst) angehören. Das heißt ja nicht, dass das für immer so bleiben muss und wenn sie älter sind können die Kinder ja selbst Entscheidungen treffen und die der Eltern teilweise auch wieder rückgängig machen.
Ich denke also schon, dass wir das Recht haben für unsere Kinder zu entscheiden, auch in punkto Geschmack. Das schließt ja nicht aus, dass sie später andere Entscheidungen treffen.

14. Wenn du wählen könntest zwischen deinem Vor-Schwangerschafts-Körper und dem Körper, den du jetzt hast, welchen hättest du lieber?

Im Moment den Vor-Schwangerschaftskörper, denn die "Stillkilos" werden mich noch eine Weile begleiten und ich meine Still-Oberweite lässt alle Klamotten komisch aussehen :)

15. Was ist das Kindischste an dir?

Das ist schwer festzumachen. Ich bin manchmal gerne sehr albern, ich male gern in Malbüchern (übrigens schon immer, nicht erst seit Erwachsenenmalbücher neuerdings Trend sind!), ich gucke hin und wieder gerne Kinderfilme und ich kann noch fast jedes Rolf Zuckowski-Lied mitsingen!

16. Der schönste Moment deiner Kindheit?

Puh, ich glaube nicht, dass sich das auf einen Moment reduzieren lässt, aber ein Moment, der mir idyllisch im Kopf bleibt ist, wenn meine Schwester und ich stundenlang im Sommer im Garten geschaukelt und so getan haben, als wären wir im Ponyland ;)

17. Hast du schon damals als Kind so empfunden, oder ist es ein Erwachsenengedanke, dass es einen schönsten Moment gegeben hat?

Ich fand das auch damals schon toll, aber ich denke, die Suche nach DEM schönsten Moment ist erwachsenengemacht.

18. Was möchtest du deinem Kind gerne zeigen?

Geborgenheit und Zufriedenheit. Ich möchte, dass meine Kinder mit sich im Reinen sind, sich sicher und wohl fühlen zu Hause und mit dem was sie haben. Sie sollen wissen, dass sie immer geliebt werden und jederzeit zu ihren Eltern kommen können, ganz egal, was ist.

19. Was würdest du gerne vor ihm verstecken?

Die schlechten, bösen, unzufriedenen Menschen.

20. Fragst du dich oft, ob du eine gute Mutter bist?

Mehrmals täglich.

21. Was ist in deinen Augen eigentlich eine gute Mutter?

Es gibt nicht EINE gute Mutter. Jede Mutter, die ihr Kind liebt und nur das beste für es will ist eine gute Mutter. Nichtsdestotrotz sollte eine "gute" Mutter etwas Geduld mitbringen oder sich aneignen, ihrem Kind Freiräume lassen, auch mal Quatsch machen können und trotzdem konsequent sein.

22. Ist es schwerer eine gute Mutter als ein guter Vater zu sein?

Ich denke eigentlich nicht. Egal ob Mutter oder Vater, man muss für sein Kind da sein und ihm LIebe entgegenbringen. Es ist nur schwerer von der Außenwelt als gute Mutter wahrgenommen zu werden. Das alte Rollenbild noch immer nicht ganz verblasst. Das führt, in meinen Augen, dazu, dass die Väter, die sich um ihre Kinder kümmern schon deshalb als gute Väter betrachtet werden. Von der Mutter hingegen wird ganz selbstverständlich erwartet, dass sie sich um die Kinder kümmert und um eine "gute" Mutter zu sein muss sie dann noch ein bisschen mehr machen.

23. Wie immer deine Antwort gerade ausgefallen ist: Empfindest du das als ungerecht?

Ja, vielleicht ein bisschen.

24. Wie nennen wir das jetzt, was Mann und Frau untenrum haben?

Darüber mussten wir uns noch keine Gedanken machen :)

25. Würdest du gerne mehr Kinder- und Alltagskram an deinen Partner abgeben?

Im Prinzip schon. Dadurch, dass Jonas so lange arbeitet bleibt eigentlich so ziemlich alles an mir hängen. Aber ich bin bei vielen Dingen auch sehr eigen und möchte, dass es auf eine bestimmte Weise erledigt wird und das kann natürlich nur ich am besten ;) So ist es dann auch ein bisschen meine Schuld.

26. Gelingt es dir, ihn die Dinge auf seine Art tun zu lassen?

S.o. :) bei manchen Sachen muss ich mich zusammenreißen, bei anderen ist es mir egal, aber ich bin da schon etwas schwierig.

27. iPad- und Handyspiele für Kinder: gute Sache oder schlechte Idee?

Das kommt auf die Situation an. Als wir mit dem Krümel im Krankenhaus waren, haben sie uns den Alltag erleichtert. Ab einem bestimmten Alter können sie ja auch fürs Lernen förderlich sein. Aber sie sollten nicht als Ersatz für (Spiel-) Zeit mit den Kindern dienen.

28. Kinderbücher: gute Sache oder schlechte Idee?

Immer eine gute Sache!

29. Welche Antwort ist dir leichter gefallen?

Die zweite ;)

30. Auf einer Skala von 1 (wenig) bis 10 (sehr): Wie geduldig bist du? 

6-7 würde ich sagen (leider).

31. Und wie genervt?

Das hängt von äußeren Umständen ab:
morgens um 6 mit knurrendem Magen 8-9
nach der 15. Ermahnung mit knurrendem Magen 10
satt, bei Sonnenschein auf dem Spielplatz: 0
im Mittel würde ich sagen so 4

32. Wie sehr stören dich diese Werte?

Sie stören mich schon, aber manchmal können die Kleinen einen halt auf die Palme bringen und das gehört auch dazu.

33.Von welcher Charaktereigenschaft hättest du gerne mehr abbekommen?

Ehrgeiz vielleicht. Ich bin 0 ehrgeizig!

34. Dein liebstes Kuscheltier als Kind?

Mein Bärchen (ein roter Stoffbär, mit weißem Kopf)

35. Weißt du noch, wann dieses Kuscheltier aus deinem Leben verschwunden ist?

Gar nicht, er sitzt im Schlafzimmer auf der Fensterbank und wenn Jonas weg ist darf er mir im Bett Gesellschaft leisten.

36. Was hast du dir vor der Geburt deines Kindes für dein Leben vorgenommen?

Ich hab mir da eigentlich wenig Gedanken drum gemacht. Das einzige, was für mich schon seit Schulzeiten feststand, war: Mit 30 lasse ich mich künstlich befruchten, wenn ich bis dahin keine Kinder hab *lol*

37. Hast du es gehalten, gebrochen, ist etwas dazwischen gekommen, oder hast du dir erst gar nichts vorgenommen?

Es wurde nicht nötig, denn ich habe mit 30 ein Kind bekommen und darüber bin ich sehr glücklich.

38. Wo hört der Spaß auf?

Bei Beleidigungen, Handgreiflichkeiten und allem was darüber hinausgeht.


Donnerstag, 2. Februar 2017

Tag im Leben // Familienedition - Winter 2017

[Ich wollte schon länger einen "Tag im Leben-Post" schreiben. Es wird dabei einfach nur der gesamte Tagesablauf eines Tages möglichst kleinschrittig festgehalten, um irgendwann später mal nachlesen zu können, wie da Leben früher so war. Ich habe mir vorgenommen das 4 mal im Jahr zu machen, im Winter, Frühling, Sommer und Herbst. ]

01. Februar 2017 {Mittwoch}
Kristine - 32 Jahre
Jonas - 33 Jahre 
Krümel - 2 Jahre 3 Monate
Purzel - 7 Wochen

2.31 
Purzel hat Hunger, ich stille ihn 10 Minuten und wir schlafen weiter

5.23 
Die nächste kurze Purzelmahlzeit.

7.00 
Wecker klingelt, wird aber ausgeschaltet, da Krümel noch schläft.

7.40
Krümel kommt zu uns ins Bett getapert, wir kuscheln kurz, werden ganz wach und stehen auf. Purzel ist auch schon wach und erzählt.
Ich geh mit Krümel in die Küche und koche ihm Haferflocken. Er hilft mir indem er die Milch in den Topf gießt und umrührt. 

8.00 
Krümel frühstückt.  Ich schmiere Brote für Kita und Jonas' Mittagessen, während Jonas duscht. Purzel beschwert sich aus dem Schlafzimmer.

8.05 
Ich hole Purzel rüber in die Küche, er schreit aber weiter. Ich stille ihn.

8.15
Krümel hat fertig gefrühstückt und unter großem Gezeter zieht Jonas ihn an.

8.35 
Purzel hat fertig getrunken, Krümel tobt auf unserem Bett. Jonas zieht ihn fertig an und die beiden machen sich auf den Weg zur Kita. Ich wickel und wasche den Purzel und ziehe ihn an.

8.45 
Ich setze Purzel in die Wippe in der Küche und räume liegengebliebene Wäsche (Handtücher und Laken) weg. Dann springe ich in die Dusche. Purzel beschwert sich, schreit immer lauter, als ich aus der Dusche komme ist er aber eingeschlafen.

9.15 
Ich frühstücke. 2 Roggentoasties mit Nutella und O-Saft.

9.30
Ich habe fertig gefrühstückt und räume schnell die Küche auf. Purzel pennt. Um 10.00 hab ich einen Arzttermin, vorher noch mal stillen wird wohl nichts. Ich föhne meine Haare, packe alles wichtige in meine Handtasche (Wickelzeug, Wechselklamotten für Purzel, Portemonnaie, Handy, Taschentücher) und verpacke Purzel in den Maxi-Cosi.

9.45 
Abfahrt.

9.55
Wir haben zum Glück einen Parkplatz gefunden. Unglaublich, wie voll es vormittags schon am York-Center ist. 

10.00
Arzttermin. Purzel benimmt sich hervorragend.

10.35
Raus beim Arzt und ich debattiere mit mir, ob ich mein Glück überstrapazieren und noch schnell zu Rewe gehen soll. Purzel döst, also flitz ich schnell durch den Rewe, um Nudeln und Haribo (beides im Angebot!) zu kaufen. Leider ist der Einkaufswagen mit dem Maxi-Cosi schon quasi voll, aber ich kann ein bisschen was dazwischen stopfen.

11.10
Die Nudeln sind im Keller verstaut, wir sind zurück und Purzel bekommt erst mal was zu essen.

11.35 
Ich wickel Purzel und verstaue ihn im Tragetuch (mit neuer Bindetechnik!).

11.45 
Wir gehen zu netto einkaufen.

12.15
Wir sind zurück, ich räume die Einkäufe weg, während Purzel noch im Tragetuch schlummert. Ich schiebe meine Ravioli fürs Mittagessen in die Mikrowelle und lege den Purzel auf die Couch. 

12.50
Ich habe mittag gegessen. Purzel murrt zwar etwas vor sich hin, aber nur ab und an. Ich räume die Küche auf, bereite das Abendessen vor ( ich koche Nudeln, die ich zu denen von gestern in die Soße kippe- Sterne-Köchin am Werk *lol*) und staubsauge. 

13.30
Purzel schläft. Ich bringe Müll runter (3 Säcke Windeln, heute ist die Tonne geleert worden, so dass ich alles loswerde :) und schreibe einen Brief.

13.50
Ich lege mich zu Purzel und daddel mit meinem Handy. 

14.30 
Ich stelle einen Timer auf 30 Minuten und schlafe mit dem Purzel. 

15.00 
Der Timer bimmelt, ich stelle ihn schnell aus und schlafe weiter.

15.45
Ich wache auf und stelle fest, dass es schon spät ist. Ich geh schnell aufs Klo, binde mir Purzel um und wir machen uns auf den Weg zur Kita. 

16.05
Wir kommen an der Kita an. Krümel sitzt bei der Erzieherin auf dem Schoss und weint. Leider weiß keiner warum, irgendwas mit dem Dreirad (später sagt Krümel, dass er wohl nicht absteigen konnte). Die Aussicht zu Hause das Geschenk von Renate (eine Erzieherin die gestern Abschied aus  der Kita gefeiert hat) aufzumachen kann ihn beruhigen und wir machen uns auf den Weg nach Hause. 

16.30
Wir kommen zu Hause an und Krümel fängt wieder an zu weinen aus unerfindlichen Gründen. Er geht aber die Treppe hoch und sagt mir in der Wohnung dann unter Tränen "Renate Geschenk auspacken".
Während ich Purzel stille, packt Krümel das Geschenk (Süßigkeiten) aus und darf das Knoppers essen.

16.45
Krümel ist fertig mit essen und geht in sein Zimmer. Purzel ist auch fertig, also setzen wir uns dazu. Krümel spielt mit seinen Autos und betankt sie. Wir gucken uns erst zu dritt Bücher an, dann fängt Purzel an zu nöhlen und ich setze ihn in die Wippe und gucke dann mit Krümel noch mehr Bücher an.

17.30 
Krümel möchte seinen Schnuller haben. Ich frage ihn ob er den wirklich braucht, weil der doch nur zum Schlafen ist. Er sagt dann, dass  er schlafen möchte und ich lasse ihn seinen Schnuller holen. Mit Schnuller und Tuch  krabbelt er in die Höhle. Ich stille Purzel noch mal kurz.

17.40
Ich mache uns Musik an und krabbel mit Purzel zum Krümel in die Höhle und wir liegen da lange. Krümel und Purzel fallen zwischendurch die Augen zu, aber keiner von beiden schläft richtig ein. Ich freue mich, mit meinen beiden süßen Jungs zu kuscheln.

18.10 
Krümel klettert aus der Höhle und spielt mit einem Duplo-Förderband. 

18.15
Jonas kommt nach Hause. Ich fange an Abendessen zu machen (Herd anmachen zum Nudeln aufwärmen und Tomaten und Zwiebeln schneiden für Tomatensalat).
Krümel möchte ins Bett. Jonas wickelt ihn, zieht ihm den Schlafanzug an und putzt Zähne.

18.30
Krümel geht schlafen. [Das ist definitiv nicht seine normale Zu-Bett-Geh-Zeit, aber er scheint heute völlig um und alle zu sein!] Wir essen zu abend, während Purzel in der Wippe döst.

19.00
 Wir räumen den Tisch ab, nachdem wir noch Nachtisch gegessen haben und räumen die Küche auf. Danach ziehen wir ins Wohnzimmer um, Jonas legt sich mit Purzel auf die Couch uns liest, während ich anfange diesen Post zu schreiben.

20.15 
Jonas muss noch mal arbeiten und setzt sich dafür in die Küche, ich nehm Purzel und gucke online "Goodbye Deutschland". Purzel meldet Hunger an, also stille ich ihn schon mal.

20.55
Jonas ist fertig uns kommt zurück, wir gucken zusammen. weiter. Purzel ist wach und guckt durch die Gegend.

21.10 
Jonas geht den Purzel wickeln während ich hier weiterschreibe.

21.15
Wir gucken die erste Folge "The Crown" auf Netflix.

22.20
Jonas daddelt auf dem Tablet, ich gucke zu.

22.30
Ich gehe Zähne putzen und mache mich bettfertig während Jonas weiter "Hill Climb Racer" spielt.

22.45
Ich gehe ins Bett und stille den Purzel, während Jonas sich fertig macht.

23.10
Licht aus, Schlafenszeit!

Sonntag, 8. Januar 2017

Allgäu 2016/2017

Nachdem wir ja die letzten Jahre Silvester am nördlichsten Zipfel der Republik -auf Sylt- verbracht haben, waren wir dieses Jahr am ganz anderen Ende -in Bolsterlang.

Der Grund dafür war die Hochzeit meiner Schwester, die dort am 30.12 stattfinden sollte. 
Das stand schon fest bevor der Purzel sich angekündigt hat. Wir hofften also, dass Purzel sich halbwegs an seinen errechneten Geburtstag halten würde und dann würden wir mitsamt einem 2 Wochen alten Baby gen Süden fahren.
Purzel hat sich brav an den Zeitplan gehalten und war am Abreisetag genau 2 Wochen alt.
 7+ Stunden im Maxi-Cosi und die Kombination der Bedürfnisse eines 2-Jährigen und eines Säuglings sprachen nicht dafür Auto zu fahren. Dazu kam die enorme Menge Gepäck, die man für 4 Personen im Winter braucht (allein der Kinderwagen füllt den Kofferraum zu mehr als 3/4). Darum haben wir -schon lange vor Purzels Geburt- entschieden, dass ich mit dem Purzel und dem Patenonkel vom Krümel (der eine Bahncard 100 besitzt) mit der Bahn fahren würde, während Jonas mit Krümel und Purzels Patenonkel Auto fahren sollte. 
Es sollte (so unsere Recherchen) von Düsseldorf aus einen durchgehenden Zug nach Fischen geben, so dass wir planten ein Kleinkinderabteil zu buchen und dann entspannt im Allgäu anzukommen. 
Leider gab es diesen Zug dann an dem Tag an dem wir fahren wollten (und auch an den Tagen davor und danach) nicht mehr, als es Zeit wurde sich um die Reservierungen zu kümmern. 
Also haben wir notgedrungen einen Zug gebucht, der in Ulm einen Umstieg in eine (nicht reservierbare) Regionalbahn erforderte. 

Die Fahrt bis Ulm war dann auch so entspannt, wie erwartet. Purzel hat alles verschlafen, wir hatten angenehm viel Platz, unsere Ruhe und die Toilette mit dem Wickeltisch direkt nebenan.
In Mannheim kam gabs dann das erste Ärgernis unserer Bahnreisen: zufällig sah ich, dass auf dem Nebengleis ein IC nach Oberstdorf angeschlagen war. Das kam mir komisch vor und ein paar Klicks in der Bahn-App bestätigten, dass dies der durchgehende Zug war, den wir ursprünglich hatten nehmen wollen und der aber im November noch nicht existierte. Das hat uns natürlich erst mal richtig gewurmt, zumal uns das zweite Bahn-Ärgernis im Nacken saß: eine 10-minütige Verspätung. Diese schrumpfte unsere Umstiegszeit in Ulm auf 3 Minuten, was nicht viel ist, wenn man mit einem Kinderwagen unterwegs ist. Dazu kam, dass der Ulmer Hauptbahnhof nicht grade kinderwagenfreundlich ist. Es gab keinen Aufzug und bescheuerte Glastüren, aber wir haben es trotzdem geschafft, den Zug zu bekommen.
Dann hieß es hoffen, dass Purzel während der 2,5 Stunden Fahrt nicht allzu viele Bedürfnisse hatte. 
Unser liebes Baby hat die ganze Fahrt verschlafen, erst als wir in Fischen angekommen waren hat er lauthals nach Essen verlangt. Da unser Maxi-Cosi noch unterwegs war und wir darum mit dem Bus weiter mussten haben wir einen Still- und Wickelstop im Kurhaus gemacht und sind dann zu unserer Ferienwohnung gefahren, wo wenig später auch Jonas mit dem kränkelnden Krümel ankam. 


Mittwoch hieß es dann erst mal einkaufen, Jonas ist mit Krümel und den anderen gefahren, ich bin mit Purzel zu Hause geblieben. Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf haben wir dann noch einen Spaziergang gemacht bei schönstem Sonnenschein. Von Schnee keine Spur.

Donnerstag wurden die letzen Hochzeitsvorbereitungen getroffen, wir sind noch mal "apezieren"(O-Ton Krümel) gegangen.


Freitag stand ganz im Zeichen der Hochzeit. Nach einem 15-minütigen Kampf hat der Krümel sich dann auch sein Lederhosenoutfit anziehen lassen und wir sind zur Kirche gefahren. Der Gottesdienst war wunderschön und sehr persönlich. Purzel hat geschlafen und der Krümel wurde mit Keksen ruhig gehalten. Das war recht lustig, weil er ziemlich laut geknuspert hat und man das ab und an in der  Stille gehört hat. 
Nach der Kirche ging es zum Empfang, leckerem  Abendessen und der tollen Feier.
 Es gab lustige Spiele, tolle Gäste, eine Fotobooth und prima Stimmung. Alles was man für eine gelungene Hochzeitsfeier braucht.



Silvester haben wir total unspektakulär verlebt. Wir haben Mac n Cheese gemacht, gespielt (in Ermangelung anderer Spiele Scrabble und MauMau :), uns um Mitternacht das Feuerwerk angeschaut und sind danach schlafen gegangen. 


Dienstags ist dann der Winter eingekehrt, abends fing es an zu schneien. Als wir gegen 22.00 Uhr vom Abendessen zurückgefahren sind, kamen wir kaum die Straße hoch, weil es glatt und zugeschneit war. 


Mittwoch haben wir die Schneeklamotten ausgepackt und einen Schlitten für den Krümel gekauft. 
Nachmittags haben wir einen Schneespaziergang gemacht und der Krümel war zum ersten Mal in seinem Leben rodeln. Vom Schnee war der Krümel erst mal nicht so begeistert, zu kalt und nass. Rodeln fand er super, aber für den Spaziergang wollte er nicht da drauf sitzen bleiben. 
Später sind wir noch bei der Skipiste vorbeigelaufen und der Krümel hat es sich in den Kopf gesetzt, dass er Ski laufen möchte. Also haben wir ihn für den nächsten Tag angemeldet.


Donnerstag morgen war Krümels erstes Wort "Ski fahren". Wir haben ihn angezogen, sind zur Skischule marschiert, haben uns in die riesige Menschenmenge gestürzt, die da ihre Sprößlinge ablieferte. Skischuhe und Helm anziehen ging erstaunlicherweise, auch die Brille hat er nach einigem Zögern aufgezogen (es hat die ganze Zeit geschneit) und er ist mit dem Förderband zu seiner Gruppe gefahren. Einer nach dem anderen sind die Kurzen dann den Hügel runtergerutscht und Krümel wollte weiterhin Ski fahren. Das änderte sich schlagartig, als er an der Reihe war. Da gab es dann nur noch Geschrei und Geheule und Krümels Skifahrerkarriere wurde erst mal wieder auf Eis gelegt auf nächstes Jahr verschoben.


Freitag wollten wir dann das tolle Sonnenwetter nutzen (es hat endlich nicht mehr geschneit) und dem Krümel einen weiteren Wunsch erfüllen: Gondel fahren.
Wir haben uns also mit einem Patenonkel und dem Schlitten auf den Weg zur Gondelstation gemacht, um oben dann einen Winterwanderweg zu gehen. 
Wir hatten nicht bedacht, dass das tolle Wetter natürlich auch die Wintersportler anzieht und noch erschwerend hinzukam, dass in Bayern Feiertag war und darum zusätzlich auch noch Tagesausflügler dazukamen. Kurzum, es war brechend voll an der Gondel und wir mussten durch ganz schönes Gedrängel, bis wir dann in der vollbesetzten Gondel saßen. 



Oben angekommen haben wir den Krümel auf dem Schlitten in einen warmen Sack gesteckt uns sind losgezogen, aber noch bevor wir richtig auf dem Winterwanderweg waren hat der Krümel nur noch rumgezetert. Er wollte partout nicht auf dem Schlitten sitzen und laufen schon gar nicht. Da wir aber kleine Lust hatten ihn den ganzen Weg zu tragen (ich hatte ja auch noch den Purzel umgeschnallt) und es auch schon mittag war, bin ich mit Kindern und Schlitten wieder runter gefahren und die Männer sind alleine gewandert. 


Runter war kein Verkehr, das ging ganz gut uns meine Eltern haben uns an der Station abgeholt.
Wir haben dann einen ausgiebigen Mittagsschlaf gemacht und irgendwann gegen 4 kamen dann auch die Herren der Schöpfung zurück. Sie hatten noch einen Abstecher zum Gipfelkreuz gemacht und nicht bedacht, dass das bei den Witterungsverhältnissen (knietiefer Schnee) vielleicht nicht die beste Idee ist. 


Aber sie sind nicht erfroren und haben es auch noch wieder pünktlich zur Gondel zurück geschafft.
Abends waren wir dann noch mal essen und danach war packen angesagt. 


Samstag morgen sind Krümels Patenonkel, Purzel und ich dann zum Bahnhof gefahren worden. Diesmal hatten wir ein Kleinkinderabteil in dem durchgehenden Zug gebucht und wir freuten uns auf eine entspannte Rückreise. 
Es war bitterkalt und wir ärgerten uns schon ein wenig, als es hieß der Zug habe 10 Minuten Verspätung (zumal der ja nur 3 Orte weiter gestartet war). Ich hatte morgens noch scherzhaft zu Jonas gesagt, dass ich hoffte, die Heizung würde funktionieren. 
Wir sind dann in den verspäteten Zug (dessen Wagenreihung natürlich wieder nicht der angekündigten entsprach) eingestiegen. In Immenstadt haben wir noch mal ne halbe Stunde gestanden, weil die Loks gewechselt wurden (regulärerweise), aber ein Rangierer fehlte (was wohl auch schon der Grund für die voherige Verspätung war, andere Quellen sprachen von eingefrorenen Wasserrohren).
Uns konnte das ja egal sein, wir mussten ja nur in Düsseldorf wieder aussteigen - so der Plan. 
Aber es kam noch ein bisschen Abenteuer dazu. 
Als wir wieder fuhren machten wir es uns gemütlich, ich hab gelesen und dachte irgendwann, dass es komisch riecht. Ich hielt das für beanspruchte Bremsen. Als es immer stärker roch, wunderte ich mich schon ein bisschen, denn wir waren in voller Fahrt und es wurde gar nicht gebremst. Als ich hoch sah, hatte ich das Gefühl durch leichten Nebel zu gucken und dann kam auch schon eine Durchsage: " Die Zugbegleiterin bitte ganz schnell in Wagen 5 und 6 kommen." Und direkt hinterher: "Die Lok brennt."


Also hielten wir mitten auf einem Feld irgendwo bei Bad Grönenbach und wurden erst mal angewiesen auf gar keinen Fall auszusteigen. Wir durften dann die Türen zum Lüften öffnen, was temperaturtechnisch unschön war, denn draußen war es immer noch a****kalt. Langsam aber sicher kühlte der Zug aus. Wir haben uns also Jacken angezogen und sahen dann, wie die Feuerwehr sich näherte. Irgendwann wurden wir dann angewiesen den Zug zu verlassen. Alle mussten raus. 
Ich hab mich noch beglückwünscht, dass ich das Tragetuch mitgenommen und dem Purzel eine Strumpfhose angezogen hatte und dann sind wir aus dem Zug geklettert und durch den knietiefen Schnee über das Feld zu der Straße marschiert, wo unzählige Feuerwehr und Rettungswagen standen. Dank des Purzels durfte ich mit ein paar Kindern in den Feuerwehrwagen, um mich aufzuwärmen.  
Nachdem die Feuerwehr den Zug wieder frei gegeben hatte sind wir wieder zurück rein geklettert und haben gewartet.


Erst hieß es eine andere Lok würde kommen und den Zug weiterschleppen, dann hieß es wir würden zurück zum Bahnhof Bad Grönenbach geschoben und dort von Bussen abgeholt, deren Ziel aber keiner kannte.
 
Es dauerte noch einige Zeit bis wir dann tatsächlich nach bad Grönenbach zurückgeschoben wurden und da dann noch mal 2 Stunden im nicht mehr beheizten und langsam aber sicher auskühlenden Zug saßen. 
Wir wurden dann aus dem Zug geholt und in einen auf dem anderen Gleis stehenden verfrachtet, der uns nach Ulm bringen sollte (die Busse sind nie angekommen, die standen nämlich auf der A7 im Stau).
Es stellte sich heraus, dass dieser Zug ein ganz regulärer Regionalzug war und keineswegs extra für uns gestrandete fuhr. Sprich: es waren schon jede Menge Leute drin, er hielt noch an jeder Gießkanne und es stiegen noch viel mehr Leute ein. 
Man beachte dabei: es war der Samstag vor Ende der Weihnachtsferien, unser ganzer Zug war voll mit Urlaubern, ausschließlich Familien und Rentner mit Unmengen Gepäck. Da waren wir mit dem Kinderwagen noch gut dran. 

In Ulm angekommen waren wir dann auf uns allein gestellt. Danke deutsche Bahn, super Krisenmanagement. 
wir sind also zum Service-center um nach einer Reservierung für einen weiteren Zug zu fragen, denn 5-6 Stunden stehen mit Kinderwagen war keine tolle Aussicht. 
Wir haben darauf verzichtet den nächstmöglichen Zug zu nehmen, da man da hätte noch mal umsteigen müssen, stattdessen haben wir entschieden eine Stunde zu warten und den durchgehenden ICE zu nehmen. In dem haben wir dann immerhin noch Reservierungen ab Mannheim bekommen. Mehr war nicht drin.
In Ulm am Bahnhof haben wir was gegessen und in dem ICE haben wir dann zunächst auf freien Plätzen gesessen und sind dann in Mannheim auf "unsere" umgezogen. Das klingt alles leichter als es war, denn der Kinderwagen passt nicht durch den Gang und wir mussten den immer auseinander nehmen um durch den Zug zu laufen. Un das Ding ist nicht gerade besonders handlich und der Zug war auch nicht gerade leer. Alleine hätte ich das unmöglich bewerkstelligen können und ich find's nach wie vor eine Frechheit von der Bahn alle da so im Regen stehen zu lassen. Den Rentnern mit ihren Koffern dürfte es ähnlich ergangen sein und wenn die keine Hilfe bekommen haben, weiß ich nicht, wie die es nach Hause geschafft haben. 

Wir sind dann jedenfalls statt um 17.00 um 21.30 in Düsseldorf angekommen. Ich hab mich in die S-bahn gesetzt und war dann fast da. 

Als I-tüpfelchen kam dann noch dazu, dass es Blitzeis gegeben hatte und der Weg vom Bahnhof zu meinen Eltern auch noch mal abenteuerlich wurde. 
Jonas' Autofahrt war übrigens nicht weniger spektakulär, abgesehen von dem Stau, in dem auch die Busse standen, gab's Schnee und Eis, zugefrorene Scheiben und schlechte Sicht.

Ein Glück, dass wir alle heile nach Hause gekommen sind!