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Donnerstag, 13. August 2020

Krümels 1. Schultag

Lieber Krümel,

endlich ist er da, der langersehnte erste Schultag.  

Du hast die Tage gezählt und bist bereit.

Uns kommt es vor, al wäre es erst gestern gewesen, dass du selbstbewusst in die Kita marschiert bist, mit deinen kurzen Pummelbeinchen, Windel und Schnullern. Aber 4 tolle Jahre sind im Flug vergangen.

Mit der Kita hast du schon seit der Abschiedsfeier Ende Juni abgeschlossen. Du hattest eine tolle Zeit, mit tollen Freunden, aber diese Zeit liegt jetzt hinter dir.

Ein neues Abenteuer wartet.

Im Urlaub hast du gerechnet wie ein Weltmeister, Zahlen von 1-10 kannst du problemlos addieren und subtrahieren. Du erkennst mehr und mehr Buchstaben und möchtest am liebsten direkt den Schulweg ganz alleine zurücklegen. Ein Glück, dass du in die Schule darfst!

Ab morgen gehst mit 18 anderen Kindern in die 1A, 7 davon kennst du schon, 6 sind aus deiner Kita. Ihr seid eine eingeschworene Gemeinschaft, eine ganz tolle Gruppe, die sich mag und umeinander kümmert. Du hast mehrere Schulweggefährten und wirst bestimmt niemals einsam sein und noch mehr tolle Freunde finden.

Du wirst endlich lesen lernen, damit du „dem Purzel dann was vorlesen kannst“. Du darfst endlich deinen Schulranzen jeden Tag benutzen, in der Pause auf dem Schulhof spielen  und in der OGS ganz, ganz viele neue Spiele kennenlernen.

Unser Alltag wird sich sehr verändern und wir sind so, so gespannt wie es in der Schule weitergeht.

Wir haben absolut keinen Zweifel daran, dass du genau da bist, wo du hingehörst.

Zu den I-dötzchen 2020.

Zwar vorzeitig aber genau rechtzeitig eingeschult.

Mit deinen Kita-Kollegen in die Grundschule in der Nachbarschaft.

Du wirst alle deine Fragen stellen können, neues ausprobieren, vieles unternehmen, auf alte Weggefährten stoßen und neue Freunde finden.

Auch wenn Corona einiges verändert, ihr Kinder könnt das schnell und toll verkraften. An die Masken habt ihr euch schon gewöhnt und Schule wirst du erst mal nur unter Corona-Bedingungen kennenlernen. Das wird dich nicht davon abhalten zu lernen, dich zu freuen, zu scheitern, es noch mal zu probieren, neugierig zu sein, zu spielen und Spaß zu haben.

Das wünschen wir dir am allermeisten, dass du Spaß hast in der Schule, dass du weiterhin so gerne hingehst wie am ersten Tag. Dass du dich aufs Lernen freust und darauf über dich hinauszuwachsen.

Höre nie auf zu fragen,  zu lernen und neues zu entdecken.  Du hast noch so viel tolles vor dir, genieße jede Minute. Wir werden das auch tun und hoffen, dass die Zeit nun etwas langsamer verstreicht.

Wir lieben dich über alles und sind so unglaublich stolz darauf, was für ein selbstbewusster, mutiger, schlauer und liebenswerter Schulanfänger du geworden bist. Bitte bleib immer so begeistert, frech und wunderbar.

Tausend Küsse

Mama und Papa

 

 

Montag, 5. November 2018

Krümel-Update

* Krümel ist 4 (!) Jahre alt!
* Krümel ist 1,02 m groß und 18,5 kg schwer. Nach wie vor also eher kurz und schwer mit einem westfälischen Dickschädel.
* Krümel trägt Kleidergröße 104-116 je nach Hersteller und hat Schuhgröße 27/28.
* Krümel ist seit ein paar Monaten endlich vollständig windelfrei! Ganz in Krümel-Manier hat Krümel das in seinem Tempo gemacht einen Donnerstag im Juni hieß es aus der Kita wir sollten da mal Unterhosen bereitlegen, Krümel wolle probieren zu Toilette zu gehen. Seitdem hat er tagsüber keine Windel mehr gehabt. Samstags ist dann etwas daneben gegangen und Montag hat er verkündet, dass er auch nachts keine Windel mehr braucht. Seitdem ist tagsüber kein Pipi mehr daneben gegangen und auch nachts hatten wir so insgesamt vielleicht 6-7 "Unfälle". A-a war dagegen eine andere Sache. Krümel hat sich noch ca. 2 Monate geweigert, das auf der Toilette zu machen und musste dafür immer eine Windel kriegen. Er hat sich dann auf die Verabredung eingelassen zur auf dem Klo A-a zu machen, wenn die Windeln alle sind. 
Seitdem haben wir keine Windel mehr gebraucht.
* Ähnlich war es mit dem Fahrrad fahren. Wir haben ihn immer wieder zu animieren versucht, dass er mal ohne Stützräder fährt, aber er wollte nicht. Eines Sonntags hat er dann beschlossen, dass er ohne Stützräder fahren wollte und dann hat es ca. 75 m gebraucht, bis das auch geklappt hat.
* Krümel ist beim Essen wählerischer geworden. In der Kita isst er zwar fast alles, aber zu Hause hören wir jetzt öfter mal " Bah, das mag ich nicht." Gerne isst er neben Keksen, Schokolade und Gummibärchen Milchreis, Spinat, Fischstäbchen, Würstchen, Popcorn, Pommes, Paprika, Möhren, Remoulade, Gewürzgurken,Leberwursttoast, Erdnussbutter, Müsliriegel, Joghurt, Käse, Suppe, Zwieback, Milchbrötchen, Weintrauben, Bananen, Erdnüsse.
* Krümel braucht am Wochenende nach wie vor seinen Mittagsschlaf, 1,5-2 Stunden mindestens. Morgens schläft er jetzt auch schon mal länger, bis 7 oder auch mal 8 am Wochenende, wenn nicht ein gewisser kleiner Bruder ihn vorher laut kreischend aufweckt.
* Krümel ist immer noch gerne unterwegs. Wir sind ständig im Zoo, in der Stadt oder sonstwo. Alle Spielsachen sind besser als die eigenen. 
* Lego bauen ist das größte. Krümel hat ein paar Lego-Sets, die er immer wieder auseinander und wieder neu zusammen baut. Er kann schon richtig gut de Anleitungen lesen, die Teile erkennen und dann auch richtig zusammen bauen. Spielen tut er mit den Sachen nicht wirklich, sodern nur immer auf- und abbauen.
* Krümel liebt das Wasser. Er hat überhaupt keine Angst und stürzt sich völlig furchtlos in die Fluten, taucht schon im flachen Wasser nach Ringen und macht Saltos vom Beckenrand. Demnächst fängt er einen Schwimmkurs an, damit er dann irgendwann in das große Becken kann!  
* Nach den Sommerferien hat Krümel mal Fußballluft im Verein geschnuppert. Das erste Mal fand er total super, er hat sich in de Kindermenge gestürzt, alles mitgemacht und richtig viel Spaß gehabt. Aber die Male danach nahm die Begeisterung rapide ab, so dass wie den Beginn der Kickerkarriere erst mal wieder vertagt haben.
* Krümel liebt immer noch die Berge. Er beobachtet die Gleiter, fährt gerne Seilbahn, wandert tapfer und freut sich einfach seines Lebens. Es ist so schön, seine Begeisterung zu sehen und sich davon anstecken zu lassen.
* Krümel lebt Gesellschaftsspiele. Wir leihen immer wieder welche aus den diversen Büchereien aus und probieren sie aus. 
* Krümel mag auch Musik. Er tanzt gerne und hat ein gutes Rhythmusgefühl. Er kann sich immer mehr Texte merken und wenn er nicht weiter weiß denkt er sich selbst was aus.
* Für Purzel ist Krümel ein toller großer Bruder. Er erträgt es, wenn der kleine auf ihm rum klettert, Sachen kaputtmacht oder Spielzeug wegnimmt. Er teilt mit Purzel, feuert ihn an und freut sich über jedes neue Wort und jede neue Fähigkeit. 
* Abends stellt Krümel gerne etwas neben sein Bett, die letzte Legokreation, oder den Legokatalog, aufgeschlagen auf der Seite mit seinem großen Wunsch. Das ist so niedlich. 
* Letzte Woche war Krümel zum ersten Mal alleine 2 Nächte bei Oma. Der Abschied fiel ihm kurz schwer, aber danach hat er uns gar nicht mehr vermisst :)
* Auch alleine zu Freunden gehen, von anderen Eltern aus der Kita abgeholt werden, das ist alles gar kein Problem für unsere kleine Rampensau. 
* Wir haben schon quasi seit er in der Kita ist darüber nachgedacht, Krümel vorzeitig einzuschulen (oder es wenigstens zu versuchen), weil alle seine Kita-Freunde ein Jahr vor ihm eingeschult werden (und bei einem ist der Altersunterschied 4 Wochen!). Wir haben immer wieder von ganz vielen Seiten gehört, wir sollten das bloß nicht machen, sondern froh sein, dass er noch ein Jahr in der Kita hat. Als ich dann mal eine Liste der Kinder gemacht hab mit denen er regulär eingeschult werden würde, hat das unseren Entschluss bestärkt. Die anderen Kinder sind in Krümels Augen "Babys", auch wenn der tatsächliche Altersunterschied nicht so groß ist, von seinem Gefühl her sind die viel viel kleiner. 
Um Erntedank fand dann in der Kita ein Ausflug für die 4-jährigen statt und die Erzieherin und auch die Kitaleitung hatten den Krümel (obwohl noch 3) mit auf die Liste gesetzt. Die Kitaleiterin hat unser Ansinnen unterstützt und gesagt, sie sei auch eher nicht für vorzeitiges Einschulen, aber er Krümel müsste 2020 in die Schule. Er würde sich in der Kita dann sonst nur noch langweilen und seine Freunde vermissen. Das war sehr gut zu hören, dass wir von da die Unterstützung haben und jetzt werden wir es auf jeden Fall 2020 probieren.   
* Wir sind sehr stolz auf unseren kleinen Krümel! 

Montag, 16. April 2018

Krümel-Update

* Krümel ist (fast genau) 3,5 Jahre alt *Ohnmacht* *wieKonnteDasPassieren*
* Er ist ca. 1 m und ein bißchen und so um die 16 kg schwer.
* er trägt Schuhgröße 26, Kleidergröße 104/110 und leider immer noch Windeln in 5-6.
* Krümel ist ein richtiger kleiner Junge, der Eisenbahnen und Rennautos liebt, immer dreckig nach Hause kommt und gerne Fäkalsprache verwendet und Pupsgeräusche macht.
* Sprachlich hat er sich sehr gut weiterentwickelt. Er spricht zwar nach wie vor manchmal undeutlich und bildet immer noch die lustigsten Verbformen, aber es wird und man versteht ihn eigentlich die meiste Zeit ganz gut. In der Kita macht man sich deshalb jedenfalls keine Sorgen, also machen wir das auch nicht.
* Toilette und Schnuller sind leider nach wie vor schlechte Themen. Zwar macht er jetzt fast immer, wenn man ihn fragt auf der Toilette Pipi, aber er kriegt es noch nicht alleine hin, daran zu denken. Den Schnuller hat er immer noch zum Schlafen. Der Zahnarzt hatte deswegen noch keine Bedenken, aber im Laufe des Sommers werden wir ihn davon trotzdem mal trennen müssen. 
* Schlafen ist an und für sich gut, aber die meisten Nächte enden dann doch bei uns im Bett (wo er sofort weiter und teilweise auch lange) schläft. Wir finden uns damit ab und genießen die Kuscheleinheiten, auch wenn es  manchmal ganz schön eng ist so zu viert auf 1,40 m. Mittagsschlaf macht er sowohl in der Kita als auch am WE immer noch. Man kann ihn auch mal ausfallen lassen und manchmal schläft er in der Kita auch nicht, aber so insgesamt braucht er den die meiste Zeit schon noch.
* Krümel's Lieblingsessen sind neben Schokolade und Gummibärchen ;) Gewürzgurken, Brötchen, Obstmus, Joghurt, Möhren, Suppe, Spinat und Fischstäbchen, Nudeln, Pommes, Bratwurst, jede andere Wurst, "Schinken" (= Hähnchenaufschnitt)
* Bücher vorlesen ist nach wie vor nichts für Krümel. Zwar guckt er sich die gerne an, aber vorlesen mag er nicht. 
* Gesellschaftsspiele und Puzzle sind dafür total sein Ding. Wir spielen jeden Abend irgendwas, unser Repertoire umfasst Uno, Memory, Schnipp Schnapp, Kakerlaloop, Lotti Karotti, Schneckenrennen, und was er so in der Bücherei findet, zur Zeit "Zicke Zacke Hühnerkacke"). Puzzlen kann er inzwischen 49- Teile Puzzle ab 5. Er braucht dabei noch ein bisschen Hilfe, aber dann geht's prima und in der Kita kann und macht er das wohl auch sehr gut und gerne. 
* Krümel ist immer noch unternehmungslustig. Wenns nach ihm ginge, dann könnten wir uns ständig verabreden, in den Zoo, ins Museum, in die Stadt, zu Oma und Opa fahren. Aber er braucht schon auch seine ruhigen Phasen und für alles was der Krümel immer so vor hat sind die Tage einfach zu kurz...
* Krümel schwimmt immer noch sehr gerne, fährt gerne Lauf- oder Fahrrad mit Stützrädern, er war den ganzen Winter beim Sporteln und ist besonders gerne Trampolin gesprungen. 
* Krümel hat grade eine Phase in der man ihm echt alles hundert mal sagen muss bis er reagiert (oder auch nicht). Das hat das ein oder andere Mal einen Tobsuchtsanfall gegeben, weil er dann mit den angedrohten Konsequenzen konfrontiert wurde. 
* Man merkt ganz deutlich, dass Krümel sich inzwischen an viele Sachen erinnern kann. Er fragt nach Personen, kann diese Ereignissen zuordnen, kennt sich auch hier in unserem Viertel super gut aus un versteht wirklich immer immer mehr. 
* Zahlen und Farben klappen endlich :) Und Krümel hatte zeitweise (im Moment hat es etwas nachgelassen) ein großes Interesse für Buchstaben. Er kann, schätze ich, mehr als die Hälfte der (Groß-) Buchstaben erkennen und einem Begriff zuordnen (K wie Krümel, M wie Mama). Und seinen Namen kann er  schon so schreiben, dass man ihn mit etwas Fantasie erkennen kann. Natürlich noch kreuz und quer, aber die Buchstaben passen. 
* Im letzten halben Jahr war Krümel in Hamburg und ist da U-Bahn gefahren, er ist mit dem Schiff zum Zoo gefahren, war auf dem Send im Riesenrad und auf dem Weihnachtsmarkt im Karussell, er ist Dampflok gefahren und und und.
* Kita ist immer noch problemlos, wir waren heute beim Elterngespräch. Krümel lebt die Kita immer noch, kommt gut mit den Kindern aus, unternimmt gerne viel und macht sich insgesamt gut. Kein Grund zur Klage also. 
* Mit dem Purzel klappt es auch weiterhin ganz gut. Natürlich spielen die beiden noch nicht zusammen, aber Quatsch machen geht ganz hervorragend. Krümel ist zumindest nicht eifersüchtig und die meiste Zeit auch lieb zu seinem Bruder. Manchmal ist er etwas zu ungestüm, aber das ist wohl einfach etwas schwer für ihn zu verstehen, dass der Purzel noch nicht alles kann auf seinen wackeligen Beinchen.  

Donnerstag, 17. August 2017

Krümel-Update // Kita-Update

Als wir in der letzten Kita-Woche vor den Ferien diesen Zettel an Krümels Garderobe fanden, wurden wir daran erinnert, dass er ab dem nächsten Kitajahr schon ein "großes" (Ü3-) Kind ist! 


Das erste Jahr ist im Flug vergangen und wir haben nicht einen Tag bereut. Der Krümel hat viele neue Freunde gefunden und sich in der Kita immer pudelwohl gefühlt.
 Auch wenn wir lange nicht alles erfahren, was in der Kita passiert, Spaß hat der Krümel ganz offensichtlich immer. 
Und Auch für uns war das erste Kitajahr neu und aufregend. Wir mussten uns auch einfinden und haben einiges an Erfahrungen mitgenommen- nicht so schöne - Bronchitis und Kopfläuse- und wunderbare - die Theateraufführung, das Adventssingen, der Aschermittwochsgottesdienst, Stutenkerlbacken, das Sommerfest, nasse Hosen, vollgekleckerte T-shirts, sandige Schuhe und ein schmutziger aber glücklicher Krümel.  

Aus unserem Sonnenstrahl ist nach einem Jahr Kita ein Sonnenkind geworden. Krümel musste seine Sachen packen und durfte einen eigenen Garderoben-Schrank beziehen. Es isst jetzt etwas später und mit allen anderen Kindern. Er darf auf einem großen Stuhl sitzen (das scheint wichtig zu sein, denn er erzählt es jeden Tag!) und schläft nicht mehr im Gitterbett im Schlafraum, sondern ruht mit den großen Kindern im Bauraum. 
Die erste Woche war für Krümel sehr anstrengend. Der für ihn noch ungewohnte Tagesablauf und der zunächst fehlende Mittagsschlaf haben ihn in einen kleinen Zombie verwandelt, wenn wir ihn abgeholt haben (er hat - wohlgemerkt- geschrien: "Ich möchte hierbleiben [in der Kita]!!"). Außerdem sind einige seiner besten Freunde nicht mehr da, weil sie in die Schule kommen. Das versteht der Krümel noch nicht so richtig.
Aber inzwischen hat er sich eingelebt und auch schon zu den neuen Kindern Kontakte geknüpft! 
Wir freuen uns jedenfalls auf das nächste Jahr!

Samstag, 24. Juni 2017

Paco, der Papagei

Heute war ein besonderer Tag. 
Der Krümel hatte seinen ersten großen Auftritt in einer kleinen Aufführung der Kita.
Die ganze Woche über wurde in der Kita mit den Kindern geprobt und heute durften sie uns dann vorführen, was sie da so fleißig einstudiert hatten. 

Zu diesem tollen Ereignis sind auch die Großeltern angereist und zusammen mit ca 100 anderen Eltern, Geschwistern, Omas und Opas haben wir uns in das Pfarrheim gezwängt.
Wir waren wahrscheinlich aufgeregter als der Krümel, der nicht so recht wusste, was eigentlich auf ihn zukommt und schon gar nicht, dass es ein größeres Publikum geben würde als bei so manchem Amateurkonzert. 
Keiner wusste, was uns erwartet, nur dass das Stück "Paco, der Papagei" heißt.

Paco, der Papagei lebte unglücklich und angekettet in einem Laden. Aber eines Tages kann er sich befreien und reist mit einem Schiff um die Welt, wo er Paris, Spanien, Amerika, Ägypten, den Südpol und Afrika bereist und am Ende auf einer Südseeinsel eine neue Heimat findet. Auf der Reise trifft er Pantomimen, Stiere, Toreros, Cowboys, Löwen, Affen, Elefanten, Giraffen, Pinguine, Schlangentänzerinnen, Kamele und Fischer.

Krümel und die anderen Kinder aus seiner Gruppe haben die Möwen dargestellt, die kurz nach der Abreise um das Schiff herumflogen. Das war wirklich unheimlich niedlich, wie sie da im Kreis gerannt sind.
Sowieso war es sehr beeindruckend, dass die Kinder das 40 Minuten lange Stück so toll hinbekommen haben. Selbst die Kleinsten haben toll mitgemacht und alle, Kinder wie Zuschauer, hatten ganz viel Spass!

Danach gab es noch einen kleinen Umtrunk und Kekse für die Kinder, die sich dann auf der Wiese vor dem Pfarrheim erst mal austoben konnten. Dabei war es wieder wunderbar zu sehen, wie der Krümel auch von den großen Kindern mit eingebunden wird und wie gut die sich um ihn kümmern. Er wird seine Freunde nächstes Jahr sehr vermissen, wenn die dann erst mal in der Schule sind.

Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Kita (und der Förderverein) diese tollen Erlebnisse ermöglicht!

Montag, 17. April 2017

Krümel-Update // Kita-Update

Da Jonas für die nächste Eltern-Gesprächs-Woche in der Kita im Mai nicht da ist, haben wir das Gespräch jetzt schon mal geführt.
Wie schon beim letzten Mal waren wir sehr neugierig zu hören, wie der Krümel sich so macht, auch wenn wir uns recht sicher waren, dass es keine besonderen Probleme gibt.

Der Krümel fühlt sich in der Kita nach wie vor wohl, er kennt den Tagesablauf, kommt sehr gut mit der Tagesstruktur klar und entwickelt sich gut. 

Der Krümel ist ein kleines Kraftpaket, das permanent durch die Gegend rennt und in Bewegung ist, aber beim Morgenkreis und beim Essen kann er schon auch still sitzen. 
Er beobachtet wohl sehr viel und bekommt eine ganze Menge mit und kann Tätigkeiten, die man ihm zeigt schnell nachmachen. Das merken wir auch zu Hause. Krümel bemerkt kleine Veränderungen (Auf/Abhängen eines Bildes o.ä) sofort und wiederholt oft Dinge die er bei uns gesehen hat. 

Er geht sehr gerne raus und in der Muckibude springt und klettert er wohl auch. Er probiert alle möglichen neuen Sachen aus, auch wenn manches aus verschiedensten Gründen noch nicht klappt.
Besonders gerne fährt er auch mit Harakiri-tempo Dreirad. Für die großen Dreiräder ist er noch ein bisschen zu kurz, aber er hat da eine ganz eigene Technik, um trotzdem erschreckend schnell vorwärts zu kommen. 

Seine Sprache verbessert sich grade rasant, das merkt man auch in der Kita. Er benutzt immer mehr Worte, immer öfter "ich" statt "Krümel" und benutzt regelmäßig 4 bis 5-Wort-Sätze. Er scheint allerdings Kita und zu Hause recht streng zu trennen. Er erzählt in der Kita wenig bis gar nichts von zu Hause (wir sagen ihm öfter mal, das und das kannst du doch heute der Erzieherin erzählen) und zu Hause spricht er auch nur ungern über das, was er in der Kita gemacht hat. 

Er schläft und isst gut. Außerdem testet er in der Kita genauso wie zu Hause Grenzen aus. Aber er verfällt dann nicht ständig in Trotzanfälle (das macht er zu Hause auch nur äußerst selten).
Eine schöne Anekdote, die die Erzieherin erzählt hat und die genau den Krümel wiederspiegelt war, dass sie ihm gesagt hat es wäre jetzt gleich Zeit zum Wickeln und gleich wäre er dran und schwups, war der kleine Mann verschwunden. 

Eine Sache, die uns in letzter Zeit besonders aufgefallen ist, ist, dass er sich nicht mehr so einfach sein Spielzeug wegnehmen lässt und was das angeht viel selbstbewusster geworden ist. Das hat uns auch die Erzieherin bestätigt. Er verteidigt sein Spielzeug un kann seinen Willen deutlich machen und sich auch (trotz seiner verhältnismäßig schwachen Sprache) gegen andere Kinder durchsetzen. 

Vorlesen ist nach wie vor nicht seins, aber Singen und selber was zu Büchern erzählen tut er gerne. 
Dabei ist er wohl auch sehr aufmerksam und fantasievoll. Seine Erzieherin meinte, dass man merkt, dass es in seinem Kopf sehr viel arbeitet ;)

Er hat auch eine Gruppe Freunde mit denen er so langsam anfängt zusammen zu spielen (das Alter kommt ja jetzt gerade erst). Darunter sind, wie wir ja schon wussten, auch ein paar Vorschulkinder, die einen Narren am Krümel gefressen haben.

Alles in allem nichts unvorhergesehenes, aber wir freuen uns zu hören, dass es dem Krümel nach wie vor in der Kita gefällt!

Freitag, 23. Dezember 2016

Krümel-Update

* Der Krümel ist 2 Jahre und 2 Monate alt und seit 10 Tagen großer Bruder! 
* Von seinem Bruder ist er ganz angetan. Bisher zeigt sich keinerlei Eifersucht. Ganz im Gegenteil, er redet ständig von Purzel (sogar im Schlaf), küsst und streichelt ihn, will ihm Essen geben und immer wissen, was der Kleine grade macht. 
* Allerdings macht er uns trotzdem ab und an das Leben schwer. Er scheint die Trotzphase erreicht zu haben. Wann immer etwas nicht nach seinem Kopf geht fängt er an zu plärren, ab und an mit theatralischem Hinschmeißen auf den Boden. Meist kann man ihn nach ein, zwei Minuten ablenken, aber wie lange das dann vorhält, weiß man nicht.
* Essen ist grade ganz schlimm, er möchte eigentlich nichts. selbst Sachen, wie Ei und Joghurt, die er immer gegessen hat verschmäht er. Aber gut, verhungern wird er nicht. 
* In der Woche in der der Purzel geboren wurde war Krümel wieder krank, hatte schlimmen Husten und Fieber und konnte darum nicht in die Kita. Das hat natürlich zu etwas mehr Chaos als ohnehin geführt, ein Glück, dass Jonas auch zu Hause war und wir das zu zweit managen konnten.
* Krümel hat das Basteln für sich entdeckt. Er schmiert liebend gerne Kleber auf Papier und streut dann alle möglichen Schnipsel da drauf. Wir haben schon einige Kunstwerke kreiert :)
* Auch Kneten findet Krümel gut. In seinem Adventskalender war Knete und nachdem ich ihm offensichtlich erfolgreich eingebläut hab, dass man die nicht isst (wenn er den Knetetopf in der Hand hat, guckt er mich immer an und sagt "nicht essen") hat er viel und gerne damit gespielt.
* In der Kita ist nach wie vor alles prima.
Vor Weihnachten war immer mittwochs Adventssingen und da durften dann auch die Eltern dabei sein. Alle Kinder und Eltern haben sich in der Muckibude (der Turnhalle) versammelt und da gesungen. Die Eltern sind immer schon vor den Kindern rein gegangen und die Kinder kamen dann gruppenweise nach. Da konnten wir dann mal einen winzigen Einblick in das Kita-Leben erhaschen und sehen wie der Krümel sich da so macht. Krümel ist in der Kita bekannt wie ein bunter Hund und ebenso beliebt, wie es scheint. Anders als die anderen gleichaltrigen Kinder in seiner Gruppe hat er sich zum Singen nicht zu den Erziehern oder gar seinen Eltern gesellt. Nein, Krümel sitzt am liebsten bei den Vorschulkindern und macht mit denen Blödsinn :) Sie haben sich gegenseitig gepiekst und darüber kaputtgelacht, Krümel wurde durch die Haare gewuschelt und sie haben Händchen gehalten. Er erzählt jetzt auch ständig von x,y und z. Auch morgens, wenn man ihn abliefert kommen immer gleich mehrere Kinder rufen " Krümel", warten bis er fertig aus-/umgezogen ist und ziehen dann mit ihm los. Das ist so unendlich niedlich und wir sind so froh, dass er da so gut angekommen ist!
* Der Mond ist weiterhin ganz hoch im Kurs und wir müssen (mehrmals) täglich gucken, ob er schon am Himmel zu sehen ist.
* Seine Sprache ist immer noch etwas undeutlich, aber mit etwas Übung versteht man ihn. Er bildet 2-3 Wort-Sätze und scheint auch schon rudimentär die Vergangenheit zu benutzen, indem er ein "t" an die Verben dranhängt ( "Krümel aufsteh-t", "Mama schlaf-t")


Donnerstag, 10. November 2016

Krümel-Update // Kita-Update

Diese Woche war "Eltern-Gesprächs-Woche" in der Kita. Wir wurden informiert, wie der derzeitige Stand der Dinge ist und wo die Erzieher die Kinder sehen, was es ggf. für Auffälligkeiten gibt und wo möglicherweise Handlungsbedarf besteht.

Wir haben uns da keine allzu großen Sorgen gemacht. Aus unserer Sicht fühlt Krümel sich pudelwohl in der Kita, er hat noch nicht einen Morgen Theater beim Verabschieden gemacht, ganz im Gegenteil. Wenn wir sagen, dass es in die Kita geht steht er sofort an der Tür und wenn er abgeholt wird müssen wir ihn schon das ein oder andere Mal locken, damit er mitkommt. Er erzählt und von " Bea und Heike" (Erzieherinnen) und Piet und "Anne" und Nick, den anderen Kindern in seinem Alter. 

Beim Flohmarkt vor ein paar Wochen hatte die Kitaleiterin auch in höchsten Tönen vom Krümel gesprochen. Sie würden ihn alle total lieben, er wäre so umgänglich und würde durch die Kita laufen, als hätte er im Leben nie was anderes gemacht. 

So ähnlich war auch die Quintessenz des Elterngesprächs. 
Krümel ist Kitakind und voll und ganz angekommen. Er kennt die Abläufe, die Erzieher, die Kinder. Er ißt ordentlich und schläft gut.
Er kann immer irgendwie mitteilen was er möchte, er spielt zumeist noch alleine, holt sich aber durchaus auch mal andere Kinder dazu. 
Er nutzt alle verschiedenen Räume und Möglichkeiten, kann sich gut alleine beschäftigen und sucht sich auch mal eine ruhige Ecke, wenn er sie braucht. 
Krümel macht gerne bei den Singspielen mit und ist im Morgenkreis nicht schüchtern. 
Die Erzieher meinen, dass er recht fantasievoll ist, er guckt sich gerne und intensiv Bücher an, in denen er dann aber seine eigene Geschichte entdeckt. Er ist wohl auch ganz gewitzt, wenn es darum geht Lösungen zu finden und macht auch gerne mal Quatsch. 
Entwicklungsmäßig ist er ganz im Normalbereich, auch sprachlich.

Wir sind wieder einmal beruhigt und in unserer Entscheidung bestätigt.
So schön es mit dem Krümel zu Hause ist und so sehr wir natürlich Zeit mit ihm verbringen wollen, so toll ist es auch zu sehen, wie er unverdrossen seinen eigenen Weg geht und sich unter Gleichaltrigen weiterentwickelt. Und als die Kita letzte Woche geschlossen war hat man auch direkt wieder gemerkt, dass für den Krümel die Mama kein Ersatz für die mannigfaltigen Beschäftigungsmöglichkeiten in der Kita ist, egal wie viel Mühe sie sich gibt ;)

Sonntag, 28. August 2016

Kita-Eingewöhnung

Die erste Woche in der Kita ist nun rum und es ist sehr gut gelaufen.


Montag waren wir gegen 8.45 mit einer riesigen Tasche "Krümel-Zubehör" da. Jonas hat sich dann verabschiedet und ich hab mit Krümel die Kita erkundet. 
Wir haben am Morgenkreis teilgenommen und Krümel hat auch schon ein bisschen mitgeklatscht.
Nach dem anschließenden Frühstück hat er sich dann verdrückt und ich hab Abstand gehalten, um zu sehen was passiert. 
Die Antwort: nix. Ich habe relativ überflüssig im Flur rumgesessen, während Krümel seiner Wege gegangen ist. Wenn ich mal gespinkst habe und er mich dabei entdeckt hat hat er mir mal ein Auto oder Buch gebracht aber ansonsten war ich ihm egal. 
Als in einem Raum gelüftet wurde hatte Krümel offenbar die Chance ergriffen, um den Spielplatz zu erkunden: Er stand im Nieselregen alleine an der Schaukel und scheinbar hatte das noch keiner gemerkt. Ich hab ihn dann wieder reingeholt und er ist woanders hin abgezogen. Später hat er dann sich dann noch ganz toll im Waschraum damit beschäftigt alles nass zumachen :)
Als ich ihn da rausgeholt habe hat er dann lauthals geschrien und wir haben das zum Anlass genommen, den ersten Tag gut sein zu lassen und nach Hause zu gehen. 

Dienstag bin ich dann nach Morgenkreis und Frühstück gegangen und hab den Krümel vorm Mittagessen wieder abgeholt. Es war tolles Wetter und er konnte auch raus, da hat er mich nicht mehr gebraucht. Hat problemlos geklappt.
Als ich zum Abholen da war hat er noch draußen gespielt und ist heimlich, still und leise mit dem Dreirad durch ein Tor zu einem anderen Teil des Spielplatzes, wo die Kinder nicht immer hinsollen abgehauen, unser verschlagener kleiner Kerl. Die werden noch Spaß mit ihm haben :)

Mittwoch haben wir ihn zusammen weggebracht und ich bin dann direkt weiter zu einem Arzttermin, während Jonas das Morgenprogramm mit ihm durchlaufen hat. Und auch diesmal war es kein Problem, ihn dann bis mittag alleine zu lassen. Ich hab ihn dann noch da gewickelt, damit er das schon mal kennt für den nächsten Tag. 

Donnerstag wollten wir dann sehen, ob es schon mit Mittagessen und Schlafen klappt. nach dem Morgenkreis, bei dem Krümel nicht nur ausgiebig mitgeklatscht, sondern bei einem Lied auch schon alleine in der Mitte mitgetanzt hat und dem Frühstück habe ich mich dann bis nach dem Mittagsschlaf verabschiedet. 
Anruf kam keiner, also bin ich gegen 14.15 Uhr wieder zur Kita und da war der kleine Mann auch schon wieder wach. Gegessen hatte er wenig (das ist ja aber momentan normal) und geschlafen nach etwas Zeit zum runterkommen auch. Er ist dann nur aufgewacht, als die anderen Kinder -die nicht so lange schlafen sollen- geweckt wurden. Er war aber sehrt guter Dinge und wollte auch gar nicht mit mir nach Hause, sondern wieder draußen spielen. Wir haben dann noch ein bisschen geschaukelt, was getrunken und sind gegen 14.45 Uhr dann endlich nach Hause aufgebrochen.

Freitag haben wir den Krümel wieder gemeinsam abgeliefert (nachdem er schon zu Hause an der Tür gestanden und mit den Hufen gescharrt hat ;) und sind nach etwa 10 Minuten dann schon vorm Morgenkreis gegangen. Krümel war das recht egal, er hat uns kurz gewunken und ist dann wieder von dannen gezogen. Ich hab ihn gegen 14.30 abgeholt. Er hat gegessen, geschlafen und war wohl zufrieden.

Was wollen wir mehr! Mal sehen ob da so unkompliziert bleibt!
  


Mittwoch, 24. August 2016

Gedanken zum Kitastart

Montag war ein spannender Tag für unsere kleine Familie, denn es ging für den Krümel mit der Kita los (Bericht folgt).

Wir wussten ja nun schon ziemlich lange - so ungefähr ein halbes Jahr- dass ab August der Krümel den Großteil seiner Tage in der Kita verbringen würde.
Das ist zum einen notwendig, damit wir arbeiten können. Ich wollte nie "nur" Hausfrau und Mutter werden und ich habe immer wieder gemerkt, dass mir das auch nicht liegt. Ich muss keine steile Karriere machen, aber ein paar Stunden am Tag aus dem Haus und ein paar eigene Euro verdienen- das habe ich auch in der letzten Zeit wieder gemerkt, dass mir das sehr sehr wichtig ist. 

Zum anderen waren wir uns immer einig, dass es für die Kinder in der Kita spannender ist, als bei uns zu Hause. Da sind jede Menge anderer Kinder und es gibt es viel mehr Möglichkeiten zu spielen (einen Spielplatz, einen Bauraum, einen Bastelraum und und und) und sich zu beschäftigen als wir das zu Hause bieten könnten.

Ich halte mich eigentlich nicht für eine Glucke, ich hatte von Anfang an kein Problem, meinen Sohn auch mal abzugeben und mir ab und an Zeit für mich zu nehmen.

Trotzdem war der Kita-start emotional schwieriger, als ich gedacht hätte (Liegt vielleicht auch an den Schwangerschaftshormonen). 

Nicht, weil ich nicht immer noch glaube, dass es ihm da gut geht. Krümel liebt die Kita, er fühlt sich total wohl, vermisst uns kein Stück und hat einen Heidenspass, genauso, wie wir uns das vorgestellt und gewünscht hatten.

Auch nicht, weil ich plötzlich doch Hausfrau werden will*. Ich freue mich auf meinen Job, ich freue mich auf einen geregelten Tagesablauf und auf ein Plus auf dem Konto.

Nicht, weil ich Angst habe, dass der Krümel nicht genug Liebe und Aufmerksamkeit bekommt. Die Erzieher kümmern sich super um ihn - und wir sind sehr dankbar für die tollen Menschen, die sich um unser Kind sorgen- und er braucht keine 24-Stunden Bewachung. 
Er ist inzwischen schon ein ganz schön großes und selbstständiges Kerlchen, das prima alleine spielen kann und jetzt ja auch langsam anfängt gleichaltrige Freunde zu finden. 
Und wir sind ja dann doch auch noch da, um ihn mit Zuneigung zu überschütten und nach Strich und Faden zu verwöhnen!


Und trotzdem sind da die sentimentalen Gedanken... 

Seit seiner Geburt habe ich, bis auf die 3 Monate in denen ich mich auf meine mündliche Prüfung vorbereitet hab, jeden Tag mit ihm verbracht. 
Ich wusste genau, was er gemacht und gegessen hat, wann er geschlafen hat und ob er geweint hat, ob er krank war oder schlecht gelaunt. 
Ich hab mit ihm gespielt, ihn gewickelt und und gefüttert, mich gefreut, wenn er mal 10 Minuten selbstständig gespielt hat und mich geärgert, wenn er knatschig war und geschrien hat. 
Ich hab seine ersten Schritte gesehen und bin meist die erste, die seine neuen Worte kennen lernt. 

Da ist es schon ein sehr komisches Gefühl, dass jetzt die Erzieher in der Kita den ganzen Tag sein süßes Lächeln sehen, ihn trösten, wenn er sich weh getan hat und bald seine Vorlieben besser kennen als wir. 

Die Vorstellung, wie mein kleiner Mann ganz allein unter 60 fremden Kindern bestehen muss macht mich traurig und ängstlich - obwohl ich jeden Morgen sehe, dass ihm das gar nichts ausmacht. Er marschiert unverdrossen durch die Räume, holt sich sein Spielzeug und macht sein Ding.

Plötzlich bestimme ich nicht mehr unseren Tagesablauf, wir werden vormittags vorerst nicht mehr auf den Spielplatz gehen und ich werde nicht mehr diejenige sein, die ihn nach seinem Mittagsschlaf zerzauselt aus dem Bett hebt. 
Sein Spielzeug wird plötzlich noch interessanter, weil er ja gar nicht mehr den ganzen Tag damit spielt. 

Immer wieder hört man, dass der Kitastart für die Mütter schlimmer ist, als für die Kinder - das kann ich nur unterschreiben. Krümel hat bisher keine einzige Träne geweint, während ich mich zwingen musste ihn da allein zu lassen. 

Und sobald ich dann zu Hause war und plötzlich (gefühlt) das erste Mal seit 1,5 Jahren wieder ohne Kind in Ruhe einkaufen gehen konnte, da waren die tristen Gedanken dann auch ganz schnell wieder verflogen :) 


*Hausfrau und Mutter sein ist eine tolle, aber auch fordernde und anstrengende Aufgabe. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und ich hab Respekt und Verständnis für alle, die das machen wollen, aber für mich ist es eben nicht das richtige. 

Mittwoch, 13. Juli 2016

Kita

Am 30.6 waren wir mit dem Krümel zum Schnuppertag in der Kita. Da durften wir alle beim Morgenkreis mitmachen, Krümel konnte sich den ganzen Vormittag austoben und wir haben endlich mal die Kita von innen gesehen ;)

Als wir rein sind hat Krümel sich nur einmal verdattert umgeguckt. Da war grad ein riesiges Tohuwabohu und jede Menge Kinder. Als wir Jacke und Schuhe ausgezogen hatten war dann kein halten mehr, schwupps war der Krümel im Pulk der kleinen verschwunden. Er ist von Raum zu Raum getigert und war ganz fasziniert. Bei der Morgenrunde hat er dann sogar beim Lied mitgemacht und danach ist er selig durch die Kita gerannt. Ich konnte in Ruhe mit der Erzieherin Papierkram erledigen, während Jonas von den anderen Kindern in Beschlag genommen wurde. 

Die Kita hat ein offenes Konzept, d.h. es findet eine Morgenrunde in der Gruppe statt und danach macht jeder was er will, wo er will. Es gibt einen Mal-und Bastelraum, einen Bauraum, einen Verkleide und Puppenspielraum, die Muckibude (Turnhalle) und das Frühstückscafe (der Eingangsbereich/Flur). Die 70 Kinder haben sich dann auch total gut verteilt, man hatte nicht mehr das gefühlt, dass da so ein Gewusel ist. 
Krümel hat besinders der lange Gang zur Muckibude gefallen, das ist er pausenlos hoch- und runtergerannt. 

Wir sind dann gegen 11.00 wieder gegangen, auch wenn Krümel lieber noch geblieben wäre, er war danach total ko. Ende Juli haben wir noch mal einen Schnuppertag und ab dem 23.8 geht dann die Eingewöhnung los. Wir machen uns wenig Sorgen, aber es kann natürlich noch mal ganz anders werde, wenn Mama und papa dann eben nicht mehr nur in einem anderen Raum sind, wir werden sehen. 

Am 6.7. war in der Kita dann noch Sommerfest. Da waren wir auch, damit der Krümel die Kita noch mal sieht und da hatte er dann auch mal Gelegenheit das Außengelände zu erkunden. Der Außenbereich ist echt toll groß, ein Riesen Sandkasten, eine Wiese, eine kleine "Ruine", Schaukeln und Wippe und was das Kinderherz begehrt! Krümel wird man da kaum noch Wegbekommen :)

Wir freuen uns jedenfalls auf den Kitastart, sind mit der Kita bisher sehr zufrieden und sind gespannt wie das laufen wird!