Samstag, 21. April 2018

Krümelismen Vol. 16

* "Eine Schummel (Hummel)"

* "Warum hat Purzel eine Matschhose (Latzhose) an? Die ist nicht cool!"

* Ich: "Na mein Monsieur .."
Krümel: "Ich heiße nicht Missiö"

* "Hokus Pokus fidibus- du bist jetzt angemeldet!"

* "Können wir 'Wenn der Elefant in die Kirche geht' singen? (eg. Wenn der Elefant in die Disco geht)

* "Ich möchte in den Domino (= Dom)"

* "Oma, mein Bauch quietscht" 

Montag, 16. April 2018

Krümel-Update

* Krümel ist (fast genau) 3,5 Jahre alt *Ohnmacht* *wieKonnteDasPassieren*
* Er ist ca. 1 m und ein bißchen und so um die 16 kg schwer.
* er trägt Schuhgröße 26, Kleidergröße 104/110 und leider immer noch Windeln in 5-6.
* Krümel ist ein richtiger kleiner Junge, der Eisenbahnen und Rennautos liebt, immer dreckig nach Hause kommt und gerne Fäkalsprache verwendet und Pupsgeräusche macht.
* Sprachlich hat er sich sehr gut weiterentwickelt. Er spricht zwar nach wie vor manchmal undeutlich und bildet immer noch die lustigsten Verbformen, aber es wird und man versteht ihn eigentlich die meiste Zeit ganz gut. In der Kita macht man sich deshalb jedenfalls keine Sorgen, also machen wir das auch nicht.
* Toilette und Schnuller sind leider nach wie vor schlechte Themen. Zwar macht er jetzt fast immer, wenn man ihn fragt auf der Toilette Pipi, aber er kriegt es noch nicht alleine hin, daran zu denken. Den Schnuller hat er immer noch zum Schlafen. Der Zahnarzt hatte deswegen noch keine Bedenken, aber im Laufe des Sommers werden wir ihn davon trotzdem mal trennen müssen. 
* Schlafen ist an und für sich gut, aber die meisten Nächte enden dann doch bei uns im Bett (wo er sofort weiter und teilweise auch lange) schläft. Wir finden uns damit ab und genießen die Kuscheleinheiten, auch wenn es  manchmal ganz schön eng ist so zu viert auf 1,40 m. Mittagsschlaf macht er sowohl in der Kita als auch am WE immer noch. Man kann ihn auch mal ausfallen lassen und manchmal schläft er in der Kita auch nicht, aber so insgesamt braucht er den die meiste Zeit schon noch.
* Krümel's Lieblingsessen sind neben Schokolade und Gummibärchen ;) Gewürzgurken, Brötchen, Obstmus, Joghurt, Möhren, Suppe, Spinat und Fischstäbchen, Nudeln, Pommes, Bratwurst, jede andere Wurst, "Schinken" (= Hähnchenaufschnitt)
* Bücher vorlesen ist nach wie vor nichts für Krümel. Zwar guckt er sich die gerne an, aber vorlesen mag er nicht. 
* Gesellschaftsspiele und Puzzle sind dafür total sein Ding. Wir spielen jeden Abend irgendwas, unser Repertoire umfasst Uno, Memory, Schnipp Schnapp, Kakerlaloop, Lotti Karotti, Schneckenrennen, und was er so in der Bücherei findet, zur Zeit "Zicke Zacke Hühnerkacke"). Puzzlen kann er inzwischen 49- Teile Puzzle ab 5. Er braucht dabei noch ein bisschen Hilfe, aber dann geht's prima und in der Kita kann und macht er das wohl auch sehr gut und gerne. 
* Krümel ist immer noch unternehmungslustig. Wenns nach ihm ginge, dann könnten wir uns ständig verabreden, in den Zoo, ins Museum, in die Stadt, zu Oma und Opa fahren. Aber er braucht schon auch seine ruhigen Phasen und für alles was der Krümel immer so vor hat sind die Tage einfach zu kurz...
* Krümel schwimmt immer noch sehr gerne, fährt gerne Lauf- oder Fahrrad mit Stützrädern, er war den ganzen Winter beim Sporteln und ist besonders gerne Trampolin gesprungen. 
* Krümel hat grade eine Phase in der man ihm echt alles hundert mal sagen muss bis er reagiert (oder auch nicht). Das hat das ein oder andere Mal einen Tobsuchtsanfall gegeben, weil er dann mit den angedrohten Konsequenzen konfrontiert wurde. 
* Man merkt ganz deutlich, dass Krümel sich inzwischen an viele Sachen erinnern kann. Er fragt nach Personen, kann diese Ereignissen zuordnen, kennt sich auch hier in unserem Viertel super gut aus un versteht wirklich immer immer mehr. 
* Zahlen und Farben klappen endlich :) Und Krümel hatte zeitweise (im Moment hat es etwas nachgelassen) ein großes Interesse für Buchstaben. Er kann, schätze ich, mehr als die Hälfte der (Groß-) Buchstaben erkennen und einem Begriff zuordnen (K wie Krümel, M wie Mama). Und seinen Namen kann er  schon so schreiben, dass man ihn mit etwas Fantasie erkennen kann. Natürlich noch kreuz und quer, aber die Buchstaben passen. 
* Im letzten halben Jahr war Krümel in Hamburg und ist da U-Bahn gefahren, er ist mit dem Schiff zum Zoo gefahren, war auf dem Send im Riesenrad und auf dem Weihnachtsmarkt im Karussell, er ist Dampflok gefahren und und und.
* Kita ist immer noch problemlos, wir waren heute beim Elterngespräch. Krümel lebt die Kita immer noch, kommt gut mit den Kindern aus, unternimmt gerne viel und macht sich insgesamt gut. Kein Grund zur Klage also. 
* Mit dem Purzel klappt es auch weiterhin ganz gut. Natürlich spielen die beiden noch nicht zusammen, aber Quatsch machen geht ganz hervorragend. Krümel ist zumindest nicht eifersüchtig und die meiste Zeit auch lieb zu seinem Bruder. Manchmal ist er etwas zu ungestüm, aber das ist wohl einfach etwas schwer für ihn zu verstehen, dass der Purzel noch nicht alles kann auf seinen wackeligen Beinchen.  

Freitag, 23. März 2018

Purzel-Update

[Armes vernachlässigtes zweites Kind, jetzt endlich mal ein Update!!]
* Purzel ist 15 Monate alt.
 Purzel ist ca. 80 cm groß und wahrscheinlich so um die 10 kg schwer.  
* Er trägt Klamotten in Größe 80/86, Windeln in Größe 4+.
* Er hat 2 Zähne unten und oben 4 Stück, ein weiterer ist oben schon zu erfühlen, aber ansonsten tut sich da grade nicht viel.
* Seine Haare werden immer heller und im Nacken hat er süße Löckchen, die wenn sie nass sind schon richtig lang sind. Beim nächsten Friseurbesuch ist der Purzel dann auch das erste Mal dran. Unter den haaren ist immer noch Schorf, aber der wird schon irgendwann weggehen. 
* Purzel schläft meistens gut von 19.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Letzte Woche war er nachts ein paar Mal wach und wollte bespaßt werden. Das hat sich dann tagüber gerächt, da war er dann bald wieder müde und dementsprechend knatschig. Mittags schläft er zwischen 1 und 3 Stunden.
*  Purzel ist im Gegensatz zu seinem Bruder damals gekrabbelt wie ein Weltmeister, in atemberaubendem Tempo. Vom Laufen hielt erlange nicht so viel, aber in den letzten 2 Wochen hat er sich dann doch mal entschlossen, den aufrechten Gang zu versuchen und das klappt jetzt auch schon richtig gut. Nächste Woche gehen wir Schuhe kaufen.
* Im Auto sitzt er jetzt auch in einem "richtigen" Sitz. Er hat Krümels alten (mit dem Fangkörper) geerbt und der Krümel hat einen neuen ohne Fangkörper bekommen (wesentlich günstiger, als die mit).
* Am Fahrrad habe ich jetzt einen Kindersitz vorne für den Purzel und die meisten Zeit (wenn ihm nicht grad eisiger Wind ins Gesicht bläst) findet er das auch richtig gut. Er hält jetzt immer der Lenker fest und man muss ab und zu aufpassen dass er nicht seine ganze Kraft zusammen nimmt und wirklich lenkt :)
* Purzel ist eine kleine Bergziege, er klettert auf alles was ihm in den Blick kommt. Tritte, Stühle, Tische, Couch und Sessel, nichts ist vor ihm sicher. Er ist auch schon diverse Male irgendwo runtergefallen, aber das beeindruckt ihn kein bisschen. Auch aus dem TrippTrapp auf den Esstisch oder vom Sofa auf die Fensterbank - alles kein Problem für den kleinen Klettermax. Und Treppen sind ja sein Allerliebstes! Er könnte den ganzen Tag Treppen hochkrabbeln. 
* Schabernack ist sowieso Purzels zweiter Vorname. Er findet ständig neue Wege Quatsch zu machen. Sei es ständig die Schranktüren aufzureißen, Sachen auszukippen oder in den Papierkorb zu krabbeln. Man kann ihn keine Minute alleine lassen, und muss ständig auf der Hut sein. 
* Essen kann der Purzel auch wie einen Scheunendrescher. Wie die Tagesmutter sagte "Er hört erst mit dem Essen auf, wenn er müde wird". Morgens vertilgt er 2-3 Scheiben Toast, bei der Tagesmutter frühstückt er dann noch ein zweites Mal. Mittags isst er auch gut und nachmittags nach Obst bei der Tagesmutter dann gerne noch Brot oder einen anderen Snack zu Hause. Abends bekommt er manchmal noch Haferflocken, obwohl wir versuchen ihn bei uns mitessen zu lassen, aber da ist er noch nicht so richtig für zu haben.
Am liebsten isst er Brot, Brötchen -gerne mit Frischkäse oder Erdnussbutter- Bananen, Müsliriegel, Gewürzgurken und Würstchen. Im Gegensatz zu seinem Bruder hat er wenig Interesse an Eiern, Käse oder Quetschbeuteln. 
Und fressneidisch ist dieses Kind! Wehe irgendjemand hat was zu essen und er nicht, dann wird der Schnulli im Hohen Bogen weggeschmissen und lauthals losgemotzt "namNamNamNamNam".
* Seine Menschenscheu scheint er auch langsam zu überwinden. Es kommt nur noch selten vor, dass er sich vor anderen versteckt. Inzwischen flirtet er gerne und lächelt jeden an. Allerdings hängt er schon noch mehr an Mama, wenns dann hart auf hart kommt, aber insgesamt hat er sich hier super weiterentwickelt. 
* Stillliegen ist weiterhin nichts für unser kleines Raketenkind. Ständig unterwegs und immer in Bewegung ist der kleine Mann. Wenn man nur seine Jacke vom Haken nimmt, haut er schon im Affenzahn ab, Hauptsachen weg! Wenn er dann angezogen ist steht er aber an der Haustür und will schnellstmöglich raus.
* Baden findet er im Moment nicht mehr so pralle, da wird sehr viel geweint. Genauso wenig mag er Nase putzen, Zähne putzen oder Fingernägel schneiden. 
* Purzel liebt seinen Wolfi, den schleppt er ständig rum und will ihn unbedingt haben, wenn er müde ist. Oft findet man Purzel vor seinem Bett stehend, wo er versucht den Wolfi rauszuzerren. 
* Purzel möchte auch immer in allem Trubel dabei sein. Wenn irgendwo anders was los ist (z.B. wenn Krümel in seinem Zimmer spielt), dann gibt es nichts, was den Purzel davon abhalten könnte auch da zu sein. Er lässt sich dann auch durch nichts ablenken, selbst wenn man ihm das sonst begehrte Handy in die Hände drückt. 
Purzel liebt auch Würfel. Die holt er sich immer wieder aus allen möglichen Spielen raus und ist dabei erstaunlich geschickt. 
* Wenn Purzel in seinem Kinderwagen sitzt, dann hängt er da IMMER wie ein Schluck Wasser in der Kurve, egal ob er müde oder hellwach ist. Man kann ihn permanent wieder richtig hinsetzen, nach ein paar Minuten rutscht er wieder zur Seite und hängt da über.
* Purzel hört auch gern Musik und klatscht dazu.
* Er klatscht auch, wenn er (meint, dass er) irgendetwas tolles gemacht hat. Besonders beliebt: Krümels Puzzle auskippen, ein Teil wieder reinlegen und sich dann applaudieren :) Und winken kann er jetzt auch schon in den richtigen Situationen.
* Seit einigen Wochen geht Purzel zur Tagesmutter (aber dazu schreibe ich noch mal extra was) und ab August kann er dann zum Krümel in die Kita :) 
* Zwar klappt das Zusammenspielen mit dem Krümel (erwartungsgemäß) noch nicht so super gut, aber die zwei mögen sich trotzdem total gerne und es gibt auch immer mal wieder Situationen, wo sie doch irgendwie ganz gut miteinander spielen. Purzel jedenfalls hält sich öfter mal am Krümel fest, lässt sich von ihm füttern und will sowieso alles haben und machen, was der Krümel hat und macht. 

Mittwoch, 21. März 2018

Krümelismen Vol. 15

* [Wir reden über Weihnachten:]
Ich: ...und dann kommt das Christkind...
Krümel: Das muss doch erst noch geboren werden.

* Krümel: Da oben geht es zu Omas Keller (aka Dachboden)

* Krümel: Darf man hier eigentlich Quatsch machen? 
Ich: Nein.
Krümel (seufzend): Schade!

*[Beim Uno-spielen, als es für Krümel schlecht läuft:] "Och menno, liebe Leute!"

* [Nach eine fiesen Erkältung hatte ich eine sehr wunde Nase, Krümel dazu:]" Mama, weißt du ich hab Angst vor deiner kaputten Nase!"

*Einhörnchen (statt Eichhörnchen)

* Galoppi Karlotti (statt Lotti Karotti)

Mittwoch, 7. Februar 2018

We got love

Ich hatte am letzten Wochenende das erste Mal seit Krümels Geburt komplett "kinderfrei"!
Ich bin freitags mit meiner Mutter zu Ihnen gefahren und erst am Sonntag mittag zurück nach Münster gekommen! 
Ich habe vor allem ausgeschlafen, in Ruhe gegessen und mich entspannt. 

Am Samstag Abend hab ich mit Leonie noch eine Art kleine Zeitreise in unsere Jugend gemacht.



Wir waren in Düsseldorf auf dem Kelly-Konzert! 

Und es war fantastisch.
Ich war ja zu den Kelly-Hochzeiten auch noch relativ jung, aber ich gebe zu, ich war ein großer Fan.
Abgesehen von den Zottelhaaren (fand ich damals klasse, hatte ich auch *lol*) und den ausgefallenen Klamotten hat mir die Musik immer super gefallen und ich mochte es, dass sie Ihre Lieder wirklich selbst geschrieben und die Instrumente selbst gespielt haben.
Man mag über die Kellys sagen was man will und die Musik braucht ja gar nicht jedem gefallen, aber technisch versierte und talentierte Musiker sind sie allemal.

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und Menschenmasse

Der ISS-DOME war voll, die Stimmung war super und das Konzert hat richtig viel Spaß gemacht. Alle Klassiker wurden gespielt und man konnte gar nicht sitzenbleiben, sondern musste permanent mithopsen. 
Leider sind alle anderen Konzerte in erreichbare Umgebung schon ausverkauft, sonst würde ich glatt noch mal hingehen :)

Dienstag, 30. Januar 2018

Mama-Krümel-Tag

Heute haben der Krümel und ich einen Mama-Krümel-Tag gemacht. 
Purzel ist bei der Tagesmutter und ich hab ja noch Urlaub, da dachte ich mir, ein besonderer Tag nur für den Krümel wäre doch mal schön.

Nachdem wir den Purzel dann also abgeliefert hatten, hab ich Krümel gefragt, was er machen möchte, Zoo, Museum, Schwimmbad, Spielplatz,...
Aber der Krümel hatte viel bodenständigere Wünsche. Er wollte Bücher lesen, Spiele spielen, puzzeln, also die Sachen machen, die immer nur schwer in Ruhe möglich sind, wenn der Purzel zu Hause ist.

Und das haben wir dann gemacht,...
Erst haben wir uns auf die Couch gekuschelt und Bücher gelesen/angeguckt.
Dann ausgiebig Seifenblasen gepustet. 
Wir haben UNO gespielt und dabei Kekse gegessen. 
Wir haben eine große Kugelbahn aufgebaut. 
Wir waren dann einkaufen, was Krümel ja auch gerne macht. Krümel hat sich eine neue Zahnbürste ausgesucht und einen Labello bekommen :)

Wir sind dann mit dem Bus in die Stadt gefahren und haben für Krümel Unterhosen gekauft und waren bei McDonalds Mittagessen, samt Eis als Nachtisch. Danach waren wir auf Krümels Wunsch hin noch bei C&A Rolltreppe und Aufzug fahren *lol*

Nachdem wir dann wieder zu Hause waren haben wir zusammen auf dem Sofa einen kuscheligen Mittagsschlaf gemacht. 
Dann haben wir den Purzel abgeholt und waren spontan noch mit einem Kitafreund in der Bücherei und dann bei denen zu Hause.  

Also ein perfekter Tag mit meinem Großen, den wir sicher bald wiederholen werden.

Sonntag, 31. Dezember 2017

2017

Welche Note würdest du 2017 geben?

Eine gute 2 :)

Deine persönlichen Highlights des Jahres?

Unsere schönen Urlaube in Italien und im Allgäu, viele tolle Momente mit den Kindern, einfach das alltägliche Leben. 

Hat sich dieses Jahr etwas Entscheidendes für dich geändert?

Wir haben beide neue Jobs an Land gezogen, die wir ab dem 2.1 bzw. 1.2.2018 antreten werden. Wir haben ein neues Auto gekauft und (erfolglos) versucht ein Haus zu kaufen.
Und umgezogen sind wir wieder nicht *lach* 

Gibt es etwas , was du in diesem Jahr noch gerne erledigen würdest?

Die Bude aufräumen und einen Kindersitz kaufen.

Was hat dich glücklich gemacht? 

Sehr sehr viel. Der Krümel, der Purzel, Jonas, meine Familie, Münster, viele nette Menschen und kleine Erfolgserlebnisse.

Was bereust du?

Nix. 

Hast du neue Freunde gefunden/alte Freunde wiedergefunden?

Wir haben engeren Kontakt zu einigen Kita-Eltern geknüpft, der uns und den Kindern gut tut. Wir haben alte Freunde besucht und zu Besuch gehabt und fühlen uns gut aufgehoben.  

Was steht im nächsten Jahr an?

Die neuen Jobs, das neue Auto (zur Wohnsituation sage ich einfach gar nix mehr *lach*), Purzel geht zur Tagesmutter, hoffentlich wieder tolle Urlaube und viele schöne Überraschungen...

Freitag, 22. Dezember 2017

Pläne...

Wie töricht ist es, Pläne für das ganze Leben zu machen, da wir doch nicht einmal Herren des morgigen Tages sind.
Lucius Annaeus Seneca


So zu Abizeiten hatte ich für bestimmte Bereiche meines Lebens recht konkrete Pläne. Ich wollte spätestens mit 30 das erste Kind kriegen (check), einen Mann finden, der mich glücklich macht (check). Was ich eigentlich werden wollte oder wo es mich hin verschlagen sollte, darüber hatte ich mir weniger Gedanken gemacht.

Nach Studium, Auslandsaufenthalten, Hochs und Tiefs habe ich inzwischen einiges von meiner damaligen Lebensplanung geschafft: Studienabschluss, Job, Hochzeit, Kinder. Das was jetzt noch fehlt zum Glück: Ein nettes Häuschen. Ein eigenes Haus war immer der Plan, daran hab ich auch nie gezweifelt, dass das irgendwann passieren würde. Ob groß oder kleine, Reihe, Doppel oder freistehend, neu oder alt: das war eigentlich egal. 

Was ich damals nicht bedacht hatte war, dass der Ort dabei vielleicht eine viel größere Rolle spielt, als ich mir ausmalen konnte.

Nachdem Jonas jetzt den neuen Job 80 km nördlich von hier hat und ich ab Februar in Münster arbeite sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es eine vernünftige und richtige Entscheidung wäre, jetzt umzuziehen und den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. 
Besser jetzt den Schnitt machen, bevor die Kinder noch tiefere Wurzeln schlagen. An die Zeit bisher werden sie sich nicht/kaum erinnern und dementsprechend auch nichts vermissen. 
Außerdem lieber in eine gut infrastrukturierte kleinere Stadt ziehen, als hier in einen Vorort ohne Supermarkt. Das ist ja dann auch nicht mehr Münster, so wie wir es im Moment haben.

Wir haben also ein mittelgroßes Städtchen (mit Kino, Schwimmbädern, Kitas, Sportvereinen, Bahnhof) auf halbem Weg zwischen unseren Arbeitsstellen auserkoren, unserer neue Heimat zu werden. 
Die Immobilienpreise in Münster sind absurd und in dem Ort konnten wir uns richtig was leisten. Ganz schnell haben wir dann auch ein Haus gefunden - freistehend, 220 m² plus Keller und Dachboden, mit Garage, Gartenhaus, Garten, Fußbodenheizung und Hauswirtschaftsraum.
Wir haben zugeschlagen und direkt unsere Bausparkasse informiert, die uns sofort die Finanzierung zusagte.
Einige Tage später kam nach dem Hoch - "Wir kaufen ein großes Haus" -  der Fall - " Ne, mit einem befristeten Vertrag geht das nicht". 
Nach einem klarstellenden Telefonat wurde uns abermals versichert, dass die Finanzierung klappen würde, nur zu etwas schlechteren Konditionen. 
 Während wir dann schon die Einrichtung des Hauses planten, uns auf Kita-Plätze bewarben und mit dem Eigentümer über den Verbleib einiger Dinge verhandelten kamen aber immer wieder neue Probleme auf. Unser Ansprechpartner bei der Bausparkasse machte einen immer inkompetenteren Eindruck und nach einigen Wochen Hin und Her in denen wir alle möglichen Unterlagen - teils mehrfach- eingereicht und meine Eltern für eventuelle Probleme mit ins Boot geholt haben, platzte die Finanzierung - diesmal endgültig. Die Bank war der Meinung der Preis sei zu hoch und sie hätte keine ausreichende Sicherheit.
Wir waren nach dem ganzen Hick Hack schon halbwegs darauf eingestellt und die Absage kam nicht wirklich überraschend.
Wir waren ein paar Tage sehr traurig und hatten daran zu knabbern, dass unser toller Plan nun doch nicht aufging und wir wieder vor unserem unfertigen Lebensplan standen, aber bei mir hat sich da ganz schnell ein anderes Gefühl dazu gemischt:
Erleichterung

Wenn diese ganze Erfahrung für etwas gut war, dann dafür zu erkennen, was mir wirklich wichtig ist. So sehr ich mir immer noch ein Haus mit einem kleinen Garten und mehr Platz wünsche - wenn wir dieses Haus finden, dann sollte es in Münster sein. 

Die Vorstellung die Stadt zu verlassen, die seit über 10 Jahren mein zu Hause ist, hat mich wirklich sehr bedrückt. Ich hab mir immer wieder gesagt, dass es auch in der neuen Stadt gut werden würde, hab mir das Haus vor Augen geführt, das wir gemütlich und heimisch machen würden. Aber meine Gedanken haben selten das Haus verlassen. Und dass dieses Haus eben in einem Ort mehr oder weniger im nirgendwo steht, wo wir niemanden kennen und völlig von vorne anfangen würden, das hat mich geängstigt. 

Ich habe unsere Situation in den letzten Monaten aus verschiedenen Perspektiven gesehen, ich habe Meinungen von anderen gehört, die meine Sichtweise beeinflusst haben. Das eigene Haus ist nicht mehr das ultimative Endziel. Wir kennen hier jede Menge Leute, die in Wohnungen wohnen und viele davon wollen auch, dass das so bleibt, weil Ihnen die Vorteile der Lage der Wohnung mehr geben, als ein Haus mit Garten. Das Leben " in der Stadt" (fürs Münsterland ist Münster ja eine Großstadt ;) hat auch Vorteile: wir haben alles in fußläufiger Entfernung, was wir zum Leben brauchen; wir kennen die Strassen, die Spielplätze, die Schleichwege, die Menschen - Münster ist auch ein Dorf; man trifft ständig jemanden, den man kennt. Und selbst die etwas abgelegeneren Stadtteile, in denen wir uns am ehesten was leisten könnten sind immer noch näher, als eine andere Stadt. Und auch wenn das einen Kita/Schulwechsel für die Kinder bedeuten würde, sie könnten immer noch mit den alten Freunden in den gleichen Sportverein gehen oder auf die gleiche weiterführende Schule oder sich einfach so nachmittags verabreden. So groß ist Münster nun auch wieder nicht, dass das nicht noch ginge. 

Natürlich wäre ein Garten für die Kinder toll und praktisch, aber wenn ich mal ehrlich bin: Krümel geht genauso gerne auf den Spielplatz - und davon hat er hier eine große Auswahl- wo er einen Haufen bekannte und unbekannte andere Kinder trifft. Nur für mich wäre es bequemer ihn einfach in den Garten zu scheuchen.

Natürlich ist unsere Wohnung zu klein, es ist eng ständig fällt man über irgendwas und weiß nicht wohin mit den Sachen. Aber den Kindern ist das völlig egal. Die finden immer Platz für sich. Die hüpfen auf dem Sofa, krabbeln unterm Tisch lang und bauen die Eisenbahn dann eben im Flur auf. Wir haben die Erwartung, dass die Kinder Platz brauchen, aber in Wirklichkeit holen die sich aus dem was sie haben genau das, was sie brauchen. Und wenn wir dann mal runterrechnen wie viel Zeit wir - vom Schlafen abgesehen- tatsächlich zu Hause verbringen... da lohnt es sich kaum mehr Platz zu haben.

Natürlich ist es auch für die Altersvorsorge sinnvoll an Eigentum zu denken. Das haben wir auch noch nicht aufgegeben. Wir haben nur beschlossen, dass der Zeitpunkt vielleicht erst später in unserem Leben kommen wird, als gedacht und wir sind bereit, das Risiko einzugehen, dass er vielleicht gar nicht kommen wird.

Natürlich nutzen wir die kulturelle Angebote, die die Stadt zu bieten hat nicht wahnsinnig intensiv, so wie man es vielleicht erwarten würde. Wir gehen selten ins Theater oder ins Kino und auch nicht essen. Aber das liegt auch an unserer Lebenssituation. Im Moment liegt unser Fokus auf den Kindern. Wir nutzen den Zoo, das Naturkundemuseum, die Schwimmbäder und Spielplätze, das Sporteln, die Sportvereine und die Kita. Wir gehen vielleicht nicht jede Woche auf den Markt und auch mal 6 Wochen gar nicht in die Stadt. Aber manchmal machen wir zu Fuss einen Ausflug zum Käsetüte-kaufen, zum Eisessen, auf den Send, zum Weihnachtsmarkt oder zum Saftladen. 

Unere Wurzeln hier sind einfach schon zu tief. 
Jonas ist ja eh hier zu Hause, ich fühle mich hier schon lange zu Hause. Münster ist die Stadt, in der wir uns kennengelernt haben, in der wir geheiratet haben und wo unsere Kinder zur Welt gekommen sind. An so vielen Orten, in so vielen Gebäuden stecken Erinnerungen. Das lässt sich mit noch so viel Vernunft einfach nicht wegrationalisieren.
Krümel hat seine kleine Gang in der Kita, seine Freunde aus dem Pekip. Ab August wird Purzel seine Gang mit den Geschwistern gründen. Krümel kennt hier schon die Wege, weiß, wer wo wohnt, wie man zum Spielplatz kommt, liebt das Sporteln und den Zoo. 

Wir haben SO viel. Wir haben uns, wir haben gute Jobs mit denen wir genug Geld verdienen, uns ein schönes Leben zu gönnen, sind gesund und haben zwei wundervolle, gesunde Kinder. Das sind mehr als genug Gründe, um glücklich zu sein und ich weigere mich, diese Segen wegen einem Plan, der halt nicht so gekappt hat, nicht wertzuschätzen. 

Unsere kleine Wohnung, deren Wände vor ein paar Wochen noch auf uns zu zukommen schienen, scheint mich jetzt eher umarmen zu wollen. Was in dieser Wohnung alles passiert ist, wer hier schon zu Besuch war, welche Veränderung hier stattgefunden oder Ihren Lauf genommen haben... so viele gute Erinnerungen stecken in dieser unserer ersten gemeinsamen (!) Wohnung. 
Unsere gemütliche Festung, unser Rückzugsort in unserem persönlichen Paradies. 
Wir suchen zwar jetzt etwas größeres, aber solange genieße ich noch die muckelige Enge, die uns umgibt und uns zusammenschweißt und die den Kindern bisher ein gutes Zuhause war.

Ich genieße jeden Tag, dass ich noch hier bin und hier bleiben werde. Ich freue mich über bekannte Gesichter an der Supermarktkasse, kleine Pläuschchen beim Kinderabholen und Kinderverabredungen am Nachmittag. Ich gucke in die Fenster der Wohnung der Leute die wir hier kennen und zehre an schönen Erinnerungen wie an Nektar.

Vor allem genieße ich das Gefühl, angekommen zu sein, an dem Platz zu sein, an den ich gehöre - auch ohne Haus! 

Bildergebnis für sprüche glücklich



Mittwoch, 20. Dezember 2017

Purzel-Update

* Purzel ist 12 Monate alt!!! 
* Purzel ist 74 cm groß und 9600 g schwer und damit recht schlank. Die Impfung haben wir auf nach Weihnachten verschoben, damit wir nicht über die Feiertage die Reaktion haben.  
* Er trägt Klamotten in Größe 80, Windeln in Größe 4.
* Er hat nach wie vor 2 Zähne unten, und oben sind auch 2 Zähne da, allerdings nicht die in der Mitte, sondern die daneben, das sieht lustig aus, wie ein kleiner Vampir. Die in der Mitte sind auch schon eingeschossen, aber noch nicht durch.
* Purzel schläft meistens gut von 19.00 Uhr/19.30 Uhr bis 6.00 Uhr. Ab und an wird er nachts wach und unterhält uns. Mittags schläft er zwischen 1 und 3 Stunden und vormittags macht er jetzt etwas regelmäßiger ein halbstündiges Powernap.
* Inzwischen schläft Purzel nicht mehr bei uns sondern beim Krümel im Zimmer. Das ging problemlos und die beiden machen sich auch nicht gegenseitig wach nachts. 
* Purzel robbt immer noch fleißig, aber er krabbelt auch immer mehr. Er hat eine beeindruckende Technik, um in den Sitz zu kommen, er macht dazu Spagat und geht gerade hoch. Er zieht sich auch an allem möglichen hoch und macht mit dem Laufwagen oder am Regal entlang erste (sehr wackelige) Schritte. 
* Sein Bett haben wir umgebaut, also die Liegefläche weiter runter, damit er uns da nicht rauspurzelt bei seinen Stehversuchen.
* Purzel ist eine kleine Raupe Nimmersatt. Er futtert Toast, Brot, Brötchen - gerne mit Frischkäse- Bananen, Quetschbeutel, Müsliriegel, Getreide-Milchbrei mit Obst, Smoothies und Bananenmilch. Er ist total fressneidisch, sobald Krümel was hat. Dann fuchtelt er wild mit den Armen und beschwert sich, bis er auch was bekommen hat.
* Er bekommt jetzt immer mehr von unserem Essen zum Probieren: Weintrauben mag er, Ei noch nicht so, Würstchen liebt er und Frischkäsebrot auch.
* Im Moment frühstückt Purzel meist Toast oder Brot, später atmet er seine tägliche Banane weg, mittags gibts Brei, nachmittags Joghurt/Obst/Knäcke und abends noch Mich-Getreide-Brei, aber das soll sich jetzt ändern, er probiert schon ab und an bei uns und kann auf jeden Fall demnächst Brot und dann halt was von uns essen.
* Purzel sabbelt ohne Punkt und Komma. Es klingt immer sehr wichtig und er kann dabei die lustigsten Gesichter machen.
* Purzel liebt Schuhe. Wenn wir ihn ließen würde er sie andauernd abschlecken.
* Purzel ist häufig sehr schüchtern. Er liebt es andere Menschen anzulächeln und anzusehen, aber sobald ihn jemand anguckt, versteckt er sich und schaut weg. Wobei in der letzten Woche ist er mutiger geworden und kommt besser mit fremden Menschen und dem Angegucktwerden klar.
* Purzel geht auch gerne sonntags mit zum Sporteln. Er krabbelt da recht fleißig und geht auch gerne in Begleitung aufs Trampolin.
* Er liegt ungerne still und kann es gar nicht haben, wenn man ihn irgendwie in seiner Bewegungsfähigkeit einschränkt. Wickeln ist da eine Herausforderung.
* Schwimmen gehen und Baden findet er super, genauso eine Wasserratte wie sein Bruder.
* Seinen Bruder vergöttert er eh. Grade am Tisch können die beiden sich hervorragend gegenseitig hochschaukeln und in Lachanfälle verfallen. Ansonsten ist die Interaktion beschränkt - zum einen weil der Krümel ja nun einen Großteil der Zeit in der Kita ist und zum anderen, weil sie so viel noch nicht miteinander anfangen können. Aber das Interesse ist da und ich bin gespannt wie es so in einem halben Jahr wird.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Purzel ist 1 Jahr alt

Lieber Herr Purzel,

wie kann es sein, dass du schon ein Jahr alt bist? Heimlich still und leise haben sich die Tage, Wochen und Monate in unser Leben geschlichen und du bist größer und größer geworden, hast neue Dinge gelernt, die Welt entdeckt und Menschen verzaubert.

Du warst schon in den Bergen im Schnee und hast in Italien Sand probiert und in der Adria gebadet. Beides hat dir gut gefallen. 
Du hast die schönsten dunklen Kulleraugen - kulleriger als Krümels!- und lächelst viel und gerne. 
Du bist ein kleiner Lümmel, der gerne absichtlich Sachen runterschmeißt und an die Dinge dran geht, die nicht für Kinderhände bestimmt sind.
Du hast ein wunderschönes Lächeln, das schon so manchen zum Schmelzen gebracht hat.
Du bist unser Kampfrobber, wenn du hier  -eins, zwei, eins, zwei- im Affenzahn durch die Wohnung robbst. 
Du warst auch schon im Zoo, im Schwimmbad, beim Sporteln, auf einer Dampflokfahrt und Gondelfahren.

Einen rasanten Start ins Leben hast du hingelegt, aber jetzt lässt du dir auch gerne Zeit. Drehen, Krabbeln/Robben, Sitzen - da hattest du es nicht eilig, mit allem warst du etwas später dran, als dein Bruder. 

Überhaupt seid ihr typische Geschwister, ein bisschen gleich und ein bisschen verschieden. 
Ihr seht euch zwar ähnlich, aber doch auch nicht. Du hast definitiv mehr Haare, süße Schlappohren und eine nach wie vor zartere Erscheinung. 
Ihr wart/seid beide unkomplizierte und entspannte Babys, gute Esser und Schläfer. Aber du bist im Vergleich zum Krümel eher zurückhaltend und schüchtern und bleibst auch gerne mal bei Mama und Papa, anstatt bei der ersten Gelegenheit die Fremde zu erobern. 

Wir sind überglücklich, dass du unsere Familie in den letzten 365 Tagen so unendlich bereichert hast mit deinem Lächeln, deinem ruhigen Gemüt, aber auch mit deinem Geschrei und deinen Streichen. Wir haben so gerne mit dir gekuschelt, dich getragen, getröstet und mit dir gelacht. Die Welt durch deine Augen zu entdecken verliert nie seine Magie. 
Ohne dich wäre das letzte Jahr viel weniger turbulent und wesentlich langweiliger gewesen. 
Wir sind dankbar, dass wir dich haben, freuen uns auf die Zukunft und sind sehr gespannt, was das nächste Jahr bringen wird! 

Alles Gute zum Geburtstag kleiner Purzel!

Wir lieben dich unendlich! 

Mama, Papa und Krümel