Samstag, 2. September 2017

Caorle 2017

Mitte Juli stand unser großer Sommerurlaub an.
Aus unserem ursprünglicher Plan zu fliegen und unser Gepäck bei den übrigen Mitreisenden (meiner Mutter, Leonie und Martin) ins Auto zu packen wurde nichts, weil es im Endeffekt mit meiner Rückkehr ins Berufsleben auf der Kippe stand ob ich Urlaub bekomme und wir nicht Flüge buchen wollten, die wir dann nicht wahrnehmen können. Als feststand, dass es mit meinem Urlaub klappt waren die Flüge dann zu teuer und so haben wir uns dann auf eine 12-stündige Horrorfahrt eingestellt. 
Mit dem vollgepackten Auto sind wir gegen frühen Abend losgefahren, haben nach 2,5 Stunden noch einen Abendessensstop bei McDonalds eingelegt und sind dann abwechselnd gefahren. Die Kinder haben beide geschlafen und die Fahrt war völlig entspannt!  

Ohne Stau und viel Verkehr sind wir um 9.00 Uhr am Hotel angekommen und haben Krümel den Strand gezeigt. Der Rest der Familie kam wenig später an. Gegen Mittag konnten wir unsere Zimmer beziehen und uns dann beim Mittagessen erst mal den Magen mit Pasta vollschlagen. 


Nachmittags haben wir den perfekten Platz am Strand gefunden, in der letzten Reihe! Hinter uns viel Platz, ein kurzer Weg zu den Duschen und dem Spielplatz, so dass Krümel da auch mal alleine hinlaufen konnte und ein ultrakurzer Weg zum Hotel. Außerdem lag da außer uns keiner, so dass niemand durch die Unmengen an Spielzeug ( u.a. ein überlebensgroßes Einhorn) und Umbuddelarbeiten gestört wurde. 


Wir waren mit dem Krümel, gut verpackt in seine UV-Klamotten, dann auch schon im Meer schwimmen, was ihm sehr gut gefallen hat. Allerdings fing er dann an zu schlottern, als wir mit den nassen Klamotten raus sind und wir mussten ihn erst mal warmrubbeln.


Abends wurde der Krümel dann etwas nölig, und bei näherem Hinfassen, stellten wir fest, dass er auch Fieber hatte. Wir dachten er hätte sich vielleicht beim Schwimmen verkühlt.
Die Nacht war furchtbar, Krümel war ungefähr jede Stunde wach und ab und an hat der Purzel sich dann auch noch dazu gesellt. Die nächsten Tage bekam der Krümel dann auch noch Ausschlag, was wir auf die Hitze schoben. Er hatte noch ein paar Tage Fieber, war schlapp und lustlos und hat auch kaum was gegessen. Im Nachhinein sind wir uns sehr sicher, dass Krümel Hand-Mund-Fuß hatte, denn seine Hände sahen genauso aus und er hat sich auch über Pickelchen im Mund beklagt.


Nach ein paar Tagen ging es ihm dann aber zum Glück wieder besser und er konnte den Strand und das Meer genießen. Allerdings bedurfte es etwas Überredungskunst, ihn wieder ins Wasser zu locken. Wenngleich die nassen Klamotten nicht für das Fieber verantwortlich waren, so haben sie den Krümel doch abgeschreckt und er wollte nur noch nackig (höchstens mal mit Schwimmwindel) ins Wasser. Dann hat er es aber auch sehr genossen.
Purzel hat es am Strand auch gut gefallen, Er hat immer wieder den Sand probiert und sich genüßlich da drin gewälzt. Auch baden im Meer fand er ganz prima und er war mega entspannt! 


Morgens haben wir die Kinder (und uns) immer schon vorm Frühstück mit Sonnencreme eingeschmiert, nach dem Schwimmen dann mit Sprühsonnencreme (superpraktisch!!) aufgefrischt. Nach dem Mittagessen haben die Jungs im Zimmer geschlafen (Jonas und ich sind abwechselnd bei ihnen geblieben) und danach wurden sie (und wir) noch mal eingecremt. Das hat super funktioniert, keiner von uns hatte Sonnenbrand und das obwohl der Krümel wie gesagt die meiste Zeit - zwar im Schatten - aber splitterfasernackt rumgelaufen ist. 


Irgendwann hat der Krümel (oder Jonas? Ich weiß es nicht mehr) beschlossen, dass der Sand sich anbietet um eine Kugelbahn zu bauen. Also wurde nach diversen Burgen dann der halbe Strand zu einer Kugelbahn umgebaut. Da hatte nicht nur der Krümel Spaß dran... 
  

Einen Tag hatten wir dann auch noch Besuch von Freunden, die mit dem Campingwagen ganz in der Nähe urlaubten. Krümel und deren Sohn haben zusammen gespielt und sind unzählige Male zu der Dusche gelaufen, um Wasser zu holen, das war ziemlich niedlich. 


  Im Speisesaal hat der Krümel sich in das Mädchen vom Nebentisch "verliebt". Melissa war zwar schon 10 aber die beiden haben am Strand und während sie aufs Essen gewartet haben trotzdem ganz süß gespielt und es war eh so niedlich, wie sich der Krümel von den anderen Kindern angezogen fühlte.  
 

Am vorletzten Abend waren wir dann außer Hotel hervorragend essen. Krümel hat eine halbe Pizza verdrückt und ich hatte ganz tolle Nudeln mit Fisch.  


Immerhin im Restaurant hat Jonas dann auch noch einmal sein Profiterol bekommen :)


Wir waren dann auch noch mal in der Altstadt, wo Krümel den Glocken beim Schlagen zugucken konnte und sich an der Strandpromenade austoben konnte.  



Zurück gefahren  sind wir dann abends nach dem letzten Abendessen im Hotel, weil das für uns viel mehr Sinn machte mit den Kindern über Nacht zu fahren. 
Wir sind auch gut nach Hause gekommen und obwohl die Fahrt anstrengender als die Hinfahrt war - wir waren total müde und mussten irgendwann im Stundentakt wechseln (die Kinder haben ganz brav geschlafen) - war es wohl auch deshalb die richtige Entscheidung, weil am nächsten Tag das reinste Verkehrschaos war. 


 Arrivederci Caorle! A presto!

Sonntag, 20. August 2017

Krümelismen Vol. 12

* Wir bereiten das Abendessen vor, Krümel sitzt schon am Tisch. Ich gehe zu ihm hin und möchte ihn umarmen, aber er will nicht kuscheln. Also gehe ich zu Jonas und umarme ihn. 
Krümel:" Du darfst nicht kuscheln Papa. Mama muss kochen!"

* Krümel und Jonas waren im Museum. Beim Abendessen sprechen wir darüber, dass das Museum jetzt zu macht. 
Krümel: " Da sind noch ein paar Leute drin."
Jonas: " Ja ein paar."
K: "eins, zwei, vier, fünf, sieben, neun und noch ein und noch ein und noch eins und noch eins...." (zählt dabei an den Fingern)
J:" Das sind ja schon 20!"
K: "Und noch 20 und noch zwanzig und noch 20 und noch 20 und noch 20..."
J: " Das sind ja schon 100!"
K: " Was machen die da eigentlich?"

* Nach dem Schwimmen " Meine Hände sind krümelig (schrumpelig)."


Donnerstag, 17. August 2017

Krümel-Update // Kita-Update

Als wir in der letzten Kita-Woche vor den Ferien diesen Zettel an Krümels Garderobe fanden, wurden wir daran erinnert, dass er ab dem nächsten Kitajahr schon ein "großes" (Ü3-) Kind ist! 


Das erste Jahr ist im Flug vergangen und wir haben nicht einen Tag bereut. Der Krümel hat viele neue Freunde gefunden und sich in der Kita immer pudelwohl gefühlt.
 Auch wenn wir lange nicht alles erfahren, was in der Kita passiert, Spaß hat der Krümel ganz offensichtlich immer. 
Und Auch für uns war das erste Kitajahr neu und aufregend. Wir mussten uns auch einfinden und haben einiges an Erfahrungen mitgenommen- nicht so schöne - Bronchitis und Kopfläuse- und wunderbare - die Theateraufführung, das Adventssingen, der Aschermittwochsgottesdienst, Stutenkerlbacken, das Sommerfest, nasse Hosen, vollgekleckerte T-shirts, sandige Schuhe und ein schmutziger aber glücklicher Krümel.  

Aus unserem Sonnenstrahl ist nach einem Jahr Kita ein Sonnenkind geworden. Krümel musste seine Sachen packen und durfte einen eigenen Garderoben-Schrank beziehen. Es isst jetzt etwas später und mit allen anderen Kindern. Er darf auf einem großen Stuhl sitzen (das scheint wichtig zu sein, denn er erzählt es jeden Tag!) und schläft nicht mehr im Gitterbett im Schlafraum, sondern ruht mit den großen Kindern im Bauraum. 
Die erste Woche war für Krümel sehr anstrengend. Der für ihn noch ungewohnte Tagesablauf und der zunächst fehlende Mittagsschlaf haben ihn in einen kleinen Zombie verwandelt, wenn wir ihn abgeholt haben (er hat - wohlgemerkt- geschrien: "Ich möchte hierbleiben [in der Kita]!!"). Außerdem sind einige seiner besten Freunde nicht mehr da, weil sie in die Schule kommen. Das versteht der Krümel noch nicht so richtig.
Aber inzwischen hat er sich eingelebt und auch schon zu den neuen Kindern Kontakte geknüpft! 
Wir freuen uns jedenfalls auf das nächste Jahr!

Montag, 14. August 2017

Krümel-Update

* Krümel ist 2 Jahre und 9,5 Monate alt.
* Ich habe keine Ahnung wie groß und schwer er ist, aber viel hat sich da nicht getan würde ich sagen. Kleider-, Windel- und Schuhgröße sind unverändert. 
* Seinen Mittagsschlaf braucht der Krümel (glücklicherweise) immer noch. In der Kita schläft er jetzt weniger und das merkt man. 
* Krümel hat beim Sprechen jetzt endgültig den Durchbruch gehabt. er quasselt in einer Tour, kommentiert alles und wird auch nicht müde alles 15 mal zu wiederholen. Besonders gerne teilt er dann das was er herausgefunden hat allen Dabeistehenden einzeln mit.
Er spricht immer noch etwas undeutlich, was wir u. a. auf den Schnuller zurückführen. Aber er kann inzwischen verschiedene Zeitformen bilden und richtig benutzen, ebenso Personalpronomen. Manche Sachen spricht er immer noch komisch aus ( Kakakao- Kakao, pielen -spielen) aber insgesamt kann man ihn meist gut verstehen. Manchmal verhaspelt er sich völlig und muss dann noch mal neu ansetzten und ab und an fängt er an einfach in irgendeiner Fantasiesprache vor sich hin zu babbeln.  
* Seit ca. 2 Wochen hat Krümel sich ziemlich freiwillig tagsüber von seinem Schnuller verabschiedet. Er hat einfach beschlossen, dass er ihn nur noch zum Schlafen braucht und das klappt auch recht gut. Ab und an holt er sich einen und weiß aber genau, dass er das eigentlich nicht soll.
* Krümel ist unser Oberaufseher, er kennt alle Regeln, hält sie (meist) penibel ein und sorgt auch dafür, dass alle anderen das tun. So werden Mama und Papa auch alle Nase lang zurechtgewiesen "Nicht schmeißen. Das darf man nicht." "Nicht Sch*** sagen, das darf man nicht." " Nicht abschließen!" (warum man das nicht darf gleich!)
* Letztens hat der Krümel Jonas und Purzel im Schlafzimmer eingesperrt! Es hat den Schlüssel, der steckte rumgedreht und sich diebisch gefreut. Nach etwas gutem Zureden hat er es dann Gott sei Dank geschafft, wieder aufzuschließen und seitdem weiß er, dass man nicht abschließen darf. Allerdings dürfen wir jetzt auch die Haustür nicht mehr abschließen.
* Von Pipimachen auf der Toilette will Krümel nach wie vor nichts wissen. Zwar setzt er sich inzwischen ab und zu mal drauf aber da ist dann noch nie was gekommen. Ich denke, er hat da einfach noch kein Gefühl für. Wir warten ab und probieren es langsam weiter. 
* Krümels große Liebe sind nach wie vor Züge in allen Formen. Auch Bücher lässt er sich inzwischen gerne vorlesen. Das Lieblingsbuch ist wohl Dr. Brumm (mögen Jonas und ich auch sehr gerne!), aber auch Janosch wurde schon das ein oder andere Mal gelesen. Auch beliebt - und kostengünstig- Kataloge! Krümel guckt sich total gerne den Jako-o Katalog an und informiert uns dann, was er davon hat und was er sich noch wünscht. 
* Auf dem Laufrad ist Krümel ein Draufgänger. Er fährt besonders gerne mit halsbrecherischem Tempo irgendwelche Rampen runter oder macht die verrücktesten Faxen. Sein Laufrad wird auch langsam zu klein. Bei Oma und Opa hat er schon ein Fahrrad mit Stützrädern auf dem er auch schon erfolgreich ein paar Runden gedreht hat. Vielleicht bekommt er das ja zum Geburtstag und dann können wir in der Fahrradstadt Fahrradfahren üben.
 * Ansonsten geht Krümel immer noch gerne in den Zoo, ins Museum (zu den Dinos) und auf den Spielplatz. 
* Krümel braucht allerdings im Moment recht viel Aufmerksamkeit. Zwar kann er ab und an auch gut alleine spielen, aber die meiste Zeit möchte er mit Mama oder Papa spielen. Wir versuchen ihn wieder etwas mehr zu animieren auch mal alleine zu spielen, denn irgendwann ist die Elternzeit vorbei und dann werden wir leider nicht mehr ganz so viel Zeit haben. 
  * Krümel muss im Moment immer alles alleine machen: Tür auf/, Jacke an/aus, Schuhe an/aus, Wasser einschütten, etc. Wenn man ihn nicht lässt gibt es ein Heidentheater. 
* Krümel ist immer noch ein toller großer Bruder. Er kuschelt und küsst den Purzel, spielt mit ihm, so gut das schon geht und Purzel ist natürlich einfach nur überglücklich, wenn er diese Aufmerksamkeit bekommt. Manchmal liest Krümel dem Purzel was vor oder erzählt ihm was, er bringt ihm sein Spielzeug und singt für Purzel wenn der weint. 

Mittwoch, 2. August 2017

Krümelismen Vol. 11

* Zum in der Wippe angeschnallten Purzel meinte er: "Purzel wird abgesperrt".

* Als ich letztens aus Versehen die (geschlossene) Wasserflasche auf dem Tisch umgekippt habe: "Das ist nicht lustig, Mama"

* "Purzel ist ein Sandwurm."

* "Ich bin ein Feuerwehrlöscher."

* Wir sprechen über den Allgäuurlaub Silvester " da war ich Ski fahren ... nicht."



Montag, 31. Juli 2017

Purzel-Update

[Vor lauter Urlaub und sonstigem bin ich nicht dazu gekommen nach der letzten U ein Update zu schreiben, armes zweites Kind, dafür jetzt hoffentlich um so ausführlicher]
* Purzel ist 7,5 Monate alt.
* Er ist 70 cm lang, 8500 g schwer, trägt Klamotten in Größe 68 und 74 und Windelgröße 4. r hat noch keine Zähne!
* Purzel hat die schönsten braune Kulleraugen und wunderschöne, lange, dunkle Wimpern. Er hat definitiv mehr Haare als der Krümel in dem Alter. Wenn man ihn so sieht sehen die Haare dunkel aus, wie Papas, wenn man aber näher hinsieht wirken sie eher dunkelblond wie bei Krümel und mir. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. Seine Haut ist wieder völlig normal, weich wie ein Babypopo :)
* Seit etwa einem Monat dreht der Purzel sich fleißig vom Rücken auf den Bauch, nur zurück schafft er es in der Regel nicht, so dass er dann irgendwann zu knatschen anfängt. Vorwärts kommt er noch nicht, aber er möchte. Im Moment macht er noch den Fallschirmspringer aber ab und an schafft er es schon mal sich mit den Beinen ansatzweise abzustoßen, allerdings geht dann der Kopf runter, so dass jegliche Bewegung im Ansatz erstickt wird. Aber so war es beim Krümel auch und der hats ja auch gelernt.
* Dafür hat Purzel ein Talent sich mit "Fisch auf dem Trockenen"-Bewegungen auf der Wippe oder dem Kinderwagen zu wiggeln. Er ist schon das ein oder andere Mal fast aus der Wippe gefallen.
* Sitzen kann er auch noch nicht, obwohl er es unbedingt möchte. Er versucht immer sich sit-up-mäßig aufzusetzen und kommt dabei erstaunlich weit, aber noch ist sein Rücken nicht kräftig genug.
* Wir nennen Purzel immer unser kleines Äffchen, weil er sich genau so immer an einen klammert. Außerdem ist er auch mit seinen Füßen schon ziemlich geschickt, wenn es darum geht Sachen festzuhalten oder zu sich zu ziehen.
* Purzel futtert schon wie die Großen. Er bekommt jetzt vormittags einen Banane oder ein Obstgläschen, mittags Gemüse-Kartoffel-Brei, und abends Schmelzflocken. nachmittags, abends und nachts stille ich ihn noch, aber sein Interesse hat schon nachgelassen. Bisher hat er alles, was wir ihm angeboten haben verputzt, Süßkartoffel, Pastinake, Möhre, Spinat, Kürbis und alles Obst. Ich denke sobald er ein paar Zähnchen hat und noch besser nagen kann, wird er sich mehr an fester Nahrung versuchen. Hirsekringel und gekochte Möhren gingen schon sehr gut.
* Die Flasche verweigert Purzel komplett. Das führt aber nicht etwa, wie man erwarten würde, dazu, dass er schlecht gelaunt ist, nein, er fastet dann einfach. Als ich wieder angefangen hab zu arbeiten, wollte ich ihn bevor ich gefahren bin stillen und dann sollte er noch eine Flasche bekommen. In der Regel hat er aber morgens kaum getrunken und die Flasche nicht angerührt, so dass er von 3/4 Uhr nachts bis mittags gegen 12.00 Uhr manchmal nichts zu sich genommen hat. Aber das hat er sich nicht anmerken lassen.
* Schlafen ist nicht Purzels Lieblingsbeschäftigung. Er geht mit dem Krümel zwischen 19.00 und 20.00 Uhr ins Bett, nachts wird er meist einmal wach, so zwischen 1 und 4, und spätestens um 6 ist die Nacht dann vorbei. Ab 12.00/12.30 Uhr macht er dann einen soliden 1,5-2,5-stündigen Mittagsschlaf. Manchmal schläft er vormittags und nachmittags jeweils noch ne halbe Stunde, aber öfter bleibt er einfach die ganze Zeit wach. Ich erinnere mich, dass der Krümel in dem Alter auch immer in aller Herrgottsfrühe wach war und wir Sonntags dann ewig warten mussten bis der Bäcker um 8.00 Uhr endlich mal aufmachte, das scheint ne Phase zu sein. Insgesamt können wir ganz zufrieden sein, ich bin gespannt, wann Purzel auf die nächtliche Mahlzeit verzichten kann.
* So langsam können wir uns sehr gut ausmalen, dass der Purzel doch ein anderer Charakter ist, als der Krümel. Wir erwarten beide, dass Purzel uns noch ganz schön ins Schwitzen bringen wird. Er ist zwar wie auch der Krümel total entspannt und ausgeglichen, aber auch ein kleiner Lümmel. Man merkt wie er mit irgendwelchem Quatsch (wie zum Beispiel sich aus der Wippe schaukeln) immer weitermacht, wenn er merkt, dass der Krümel oder wir uns darüber amüsieren. Purzel ist auch pfiffig, er hat so seine ganz eigenen Methoden an alle möglichen Dinge in seiner Umgebung dran zukommen. Wenn er z. B. auf seiner Decke liegt und etwas auf der Decke haben will, zieht er einfach die Decke solange, bis der gewünschte Gegenstand nahe genug zum Greifen ist. Und wenn er dann den Unschuldsblick aufsetzt und uns mit seinen Kulleraugen ansieht, dann kann man ihm auch nie böse sein.
* Den Purzel zu wickeln ist im Moment eine Mammutaufgabe, weil er keine Sekunde stillliegt und alle haben will, was sich irgendwie in seiner Greifnähe befindet. Da bei segelt dann schon mal die Wasserschüssel oder die Tücherbox auf den Boden. Zum Glück bisher nur das und nicht der Purzel.
*Purzel kann sich immer mal wieder mit irgendwelchen Gegenständen beschäftigen, aber hat keine so eindeutigen Lieblingsspielzeuge wie der Krümel sie hatte, mit Ausnahme von diversen Plüschhasen, denen er gerne wortwörtlich die Ohren abkaut.
        * Purzel benutzt auch weiterhin Schnuller. Das Lutschen an Fingern und Händen hat nachgelassen, aber insgesamt geht immer noch alles in den Mund und wird beschleckt. Er scheint aber noch nicht ganz so "schnullerabhängig" zu sein. Wahrscheinlich würde er auch ohne gut schlafen können.
* Den Kinderwagen haben wir nun auch umgebaut, weil Krümel in die Babywanne nicht mehr reinpasste. Letztens haben wir ihn auf dem Bauch reingelegt und das fand er tatsächlich auch ganz toll, weil er gut sehen konnte. Auch sein Bett ist jetzt eine Nummer größer und er wandert jetzt nachts liegenderweise, so wie der Krümel das auch getan hat. Am Anfang hat er sich im Schlaf immer mal wieder auf den Bauch gedreht und dann angefangen zu weinen, weil er nicht mehr zurück kam. Auf dem Bauch schlafen findet er nicht gut!
* Was Purzel -leider, leider- auch nicht besonders mag ist kuscheln. Er kann in der Wippe, auf dem Sofa, auf dem Bett, auf dem Boden oder sonstwo schlafen, aber nicht in unseren Armen. Er windet sich dann immer und zieht an allem, was ihm in die Finger kommt. Besonders gerne knetet er dann auch das Gesicht durch, das kann ganz schön schmerzhaft sein.
* Purzel erzählt jetzt auch schon richtig viel. Dabei hat er schon des öfteren Mama und Papa gesagt (letzteres zugegebenermaßen zuerst) und er gluckst dann immer so in sich hinein, dass es eine Freude ist zuzuhören.
* Schwimmen findet Purzel auch richtig gut, sowohl im Schwimmbad als auch in der Adria. Nach dem allerersten Mal im Schwimmbad war er ziemlich platt, aber seitdem steckt er das relativ einfach weg,... wir sind gespannt, was wir anstellen müssen, um ihn mal müde zu kriegen.  
* Purzel ist eine absolute Frohnatur. Er lächelt eigentlich permanent und freut sich über alles. Ab und an knatscht er, wenn er Verdauungsprobleme hat und sehr laute Geräusche, wie z. B. auch das Gekreische von Krümel, mag er auch gar nicht, da fängt er herzzerreißend an zu weinen.
* Purzel blüht ganz besonders auf, wenn er Aufmerksamkeit von seinem großen Bruder bekommt und auch mal "mittoben" darf. Dann strahlt und giggelt er und wir können schon richtig sehen, wie die beiden Rabauken und die nächsten Jahre auf Trab halten werden.
* Krümel bezieht Purzel auch recht gut mit ein. Eifersucht ist nach wie vor nicht zu spüren. Er nimmt mal die Spielsachen weg oder ignoriert den Purzel, aber das ist meist nicht mal böse Absicht. Als wir letztens bei Freunden mit einer 2-jährigen Tochter  waren, die von dem "Baby" auch ganz angetan war hat Krümel sie sehr bestimmt zurechtgewiesen " Das ist MEIN Purzel". Er guckt auch immer sehr gerne, ob Purzel schon wach ist (ist er dann spätestens!), weiß genau Bescheid, was Purzel alles noch nicht kann/darf (Fahrrad fahren, mit uns -etwas anderes als Brei- essen, Zähne putzen) und versorgt ihn mit Spielzeug. Krümel kocht Purzel auch immer Brei in seiner Küche und bringt ihm den dann. So süß!

Montag, 3. Juli 2017

Krümelismen Vol. 10

* In Lindau meinte Krümel permanent dass das Tier an der  Hafeneinfahrt ein Tiger sei (es ist ein Löwe).

* Als wir zu Besuch bei Bekannten mit einer knapp 2-jährigen Tochter waren, die vom Purzel ganz angetan war und diesen streicxheln und küssen wollten meinte Krümel ganz entrüstet: "Das ist mein Purzel!"

* Wenn man Krümel beim Essen fragt, ob denn der Purzel auch schon mitessen darf antwortet Krümel stets: "Nein Purzel erst groß werden und lernen und Stuhl kaufen!"

* Seine neueste Macke ist es, wenn er über etwas nicht reden oder auf eine Frage nicht antworten will " BUUUH" zu sagen. 

Freitag, 30. Juni 2017

Tag im Leben // Familienedition - Sommer 2017

[Ich hab den -Tag im Leben Frühling- Post total verschwitzt. Aber jetzt gibt's dafür direkt den Sommer]

26. Juni 2017 {Montag}

Kristine - 32 Jahre
Jonas - 33 Jahre
Krümel - 2 Jahre8 Monate
Purzel - 6, 5 Monate

2.30
Purzels Nachtsnack

5.30 
Wecker klingelt, wird gesnoozt.

5.46
Ich stehe auf, Jonas und Purzel schlafen noch, Krümel ruft. Ich decke ihn noch mal zu, gehe ins Bad, ziehe mich an und suche meine Sachen zusammen. 

6.06
Ich sage Jonas Tschüß, ziehe meine Regenjacke an (es regnet und weil unser Auto immer noch sonstwo und vor allem kaputt ist muss ich Bahn, sprich vorher Fahrrad zum Bahnhof, fahren). Ich hole mir eine Flasche Wasser aus dem Keller, stelle mein Rad raus und merke, dass mein Helm noch oben ist, also noch mal hoch.

6.10
Abfahrt zum Bahnhof

6.23 
Ankunft am Bahnhof, ich finde einen Parkplatz und gehe zu den Fahrkartenautomaten im Hauptgang, die sind aber immer noch kaputt (ich hatte da am Samstag schon mal geguckt), also gehe ich zu den Automaten im Nebengang, wo aber einige Leute stehen. Die sind zum Glück schnell fertig und ich kann mein Ticket kaufen. 

6.30
Ich sitze im Zug, mir ist etwas schummerig, ich versuche zu lesen, entscheide mich dann aber doch für ein Nickerchen.

7.11
Ankunft am Bahnhof

7.14
Ich stempele mich ein. Im Büro angekommen erinnere ich mich (dank eines Banners) dass meine Kollegin Geburtstag hat und gratuliere ihr. Wir gehen direkt erst mal kurz einkaufen, ich hab eh ne halbe Stunde, die ich quasi totschlagen muss, weil ich mit der Bahn unflexible bin und die halbe Stunde die ich länger bleibe mir als Pause abgezogen wird. 

7.21
Ich stempele mich zum einkaufen aus. Ich hole mir ein Sixpack Wasser und Joghurts.

7.43 
Wir sind wieder da. Es gibt ei Geburtstagsfrühstück, ich hole mir ein Marmeladenbrötchen, suche meine Akten und sortiere die Poststücke, von denen die Hälfte nicht für mich ist. 

10.27
Ich hab meine Akten fertig und langweile mich erst mal.
Ich hänge Akten ab und esse noch was.

13.00 
Ich setze mich zu den Kollegen zum Mittagessen.

13.38 
Ich stempele mich aus und gehe zum Bahnhof.

13.52
Der Zug kommt.

14.30
Ankunft in Münster

14.38
Zu hause, ich stelle mein Rad in den Keller. Jonas und ich essen zusammen, dann ruhe wir uns auf dem Sofa aus.

15.30
Purzel ist wach, er gluckst vor sich hin und spielt mit seiner Schlange. 

15.45 
Ich stille den Purzel. 

16.00 
Zeit Krümel abzuholen. Wir beschließen spontan noch zum Send zu gehen und packen in Windeseile das Nötigste ein.  

16.15
Wir fahren los.

16.20
Wir sammeln den Krümel an der Kita ein. Der zeigt mir in einem Buch noch ein Schranke ("hat Krümel auch"). Wir setzen ihn in seinen Fahrradsitz und radeln los.

17.10
Wir fahren mit dem Riesenrad. 

17.30
Krümel fährt, stolz wie Oscar, im Kinderkarussell, erst im Rennauto, dann in einem Jeep und die letzte Runde in der Lokomotive.
Danach gehen wir noch Popcorn kaufen, eine große Tüte zum Mitnehmen und eine kleine zum gleich essen.
Wir setzten uns auf eine Bank und vertilgen das Popcorn, danach machen wir uns auf den Heimweg.

18.15 
Zu Hause angekommen, Krümel spielt mit der Eisenbahn.

19.15
Abendessen fertig, Jonas macht Krümel bettfertig, ich den Purzel. Ich stille Purzel noch. 

19.50
Purzel schläft.

20.00
Krümel auch.

20.15
Wir gucken die Auswanderer, Jonas bearbeitet dabei Fotos. Ich döse etwas weg dabei.

22.30
Ich gehe duschen, putze Zähne und mache mich fertig.

23.10
Schlafenszeit!

Montag, 26. Juni 2017

Purzel-Update // Brei

Seit inzwischen 6 Wochen ist der Purzel kein reines Stillkind mehr. Wir haben mit dem Brei etwas früher als beim Krümel angefangen, weil ja klar war, dass ich wieder arbeiten gehen würde sobald der Purzel 6 Monate alt ist und da wollten wir ihn idealerweise so weit haben, dass er mittags Brei ist, weil wir keine ganz so großen Muttermilchvorräte hatten und Purzel auch kein Flaschenfan ist.

Während wir beim Krümel noch wochenlang rumüberlegt, abgewogen und nachgelesen habe, wann und wie wir das Thema Brei am besten angehen, ging das bei Purzel Hopplahopp: 
"Heute Brei?" 
Pastinaken gekauft (was beim Krümel geklappt hat...), kurz vorm Mittagsschlaf ganz schnell gedämpft und püriert und ohne jede seelische Vorbereitung für Purzel dann losgelegt. 

Fürs erste Mal hat es auch ganz gut geklappt. Zwar hat Purzels Zunge noch sehr viel versucht das ungewohnte dickflüssige Zeug wieder raus zu schieben, aber es ist doch einiges auch drin geblieben.

Die nächsten Tage mit Pastinake gingen dann auch ganz gut, aber als wir Möhre probiert haben, hat der Purzel sich rundheraus geweigert. 
Auch ein zweiwöchiger (Halbaktiv-)Urlaub mit von der Norm abweichendem Tagesrhythmus ist nicht grade förderlich. 
Zurück zu Hause hat der Purzel dann aber relativ gut Süßkartoffeln verspeist und seit einer Woche bekommt er jetzt mittags auch Kartoffeln dazu. Die isst er auch mit Möhren. Demnächst (wenn wir die riesigen Vorräte aus dem Gefrierschrank aufgebraucht haben) bekommt er dann mal Erbsen oder Brokkoli. 
Die Portionen, die er vertilgt sind inzwischen schon recht beachtlich, 150-200 ml sind meist kein Problem! 

Obstbrei findet Purzel hingegen nicht so toll. Unter Protest kann man ihm ein paar Löffelchen aufzwängen, gematschte Banane toleriert er, aber die große Liebe ist das noch nicht.  

Samstag, 24. Juni 2017

Paco, der Papagei

Heute war ein besonderer Tag. 
Der Krümel hatte seinen ersten großen Auftritt in einer kleinen Aufführung der Kita.
Die ganze Woche über wurde in der Kita mit den Kindern geprobt und heute durften sie uns dann vorführen, was sie da so fleißig einstudiert hatten. 

Zu diesem tollen Ereignis sind auch die Großeltern angereist und zusammen mit ca 100 anderen Eltern, Geschwistern, Omas und Opas haben wir uns in das Pfarrheim gezwängt.
Wir waren wahrscheinlich aufgeregter als der Krümel, der nicht so recht wusste, was eigentlich auf ihn zukommt und schon gar nicht, dass es ein größeres Publikum geben würde als bei so manchem Amateurkonzert. 
Keiner wusste, was uns erwartet, nur dass das Stück "Paco, der Papagei" heißt.

Paco, der Papagei lebte unglücklich und angekettet in einem Laden. Aber eines Tages kann er sich befreien und reist mit einem Schiff um die Welt, wo er Paris, Spanien, Amerika, Ägypten, den Südpol und Afrika bereist und am Ende auf einer Südseeinsel eine neue Heimat findet. Auf der Reise trifft er Pantomimen, Stiere, Toreros, Cowboys, Löwen, Affen, Elefanten, Giraffen, Pinguine, Schlangentänzerinnen, Kamele und Fischer.

Krümel und die anderen Kinder aus seiner Gruppe haben die Möwen dargestellt, die kurz nach der Abreise um das Schiff herumflogen. Das war wirklich unheimlich niedlich, wie sie da im Kreis gerannt sind.
Sowieso war es sehr beeindruckend, dass die Kinder das 40 Minuten lange Stück so toll hinbekommen haben. Selbst die Kleinsten haben toll mitgemacht und alle, Kinder wie Zuschauer, hatten ganz viel Spass!

Danach gab es noch einen kleinen Umtrunk und Kekse für die Kinder, die sich dann auf der Wiese vor dem Pfarrheim erst mal austoben konnten. Dabei war es wieder wunderbar zu sehen, wie der Krümel auch von den großen Kindern mit eingebunden wird und wie gut die sich um ihn kümmern. Er wird seine Freunde nächstes Jahr sehr vermissen, wenn die dann erst mal in der Schule sind.

Wir sind sehr froh und dankbar, dass die Kita (und der Förderverein) diese tollen Erlebnisse ermöglicht!