Montag, 28. Dezember 2009

Weihnachten 2009

Und schon ist Weihnachten wieder vorbei!
Heiligabend war bei uns dieses Jahr eher locker. Es gab statt eines Festmahls Kartoffelsalat und Würstchen. Danach haben wir Bescherung gemacht. Ich hab von Mama und Papa einen Gutschein für das dringend nötige neue Fahrrad bekommen! Meins hat nämlich nach 3 Jahren in Münster sein Ende erreicht. In den letzten Tagen vor Weihnachten kam es mir sehr gelegen, dass ganz Münster eingeschneit war, denn dann hatte ich einen guten Grund das Rad stehen zu lassen. Leonie hat mir dann gleich passend, einen Fahrradkorb geschenkt, so dass ich jetzt wieder perfekt gerüstet bin.
Außerdem hab ich eine neue Skihose und einen Rucksack bekommen (hab ich mir beides vorher ausgesucht). Von Jonas hab ich 'Dominion' bekommen. Ich hab ihm Kingsburg geschenkt. Unsere Spielesammlung ist also schon wieder gewachsen.
Mama, Leonie und ich waren dann noch um 23.00 Uhr in der Kirche, wie jedes Jahr.
Am 1. Weihnachtstag kamen dann Omas und Opa und auch Jonas und wir haben uns die Mägen vollgeschlagen mit Wildschweinragout, Pute, Knödeln, Rotkohl und zum Nachtisch Mousse au chocolat.
Die letzten Tage waren dann ganz ruhig. Lange schlafen, frühstücken, spielen und lecker essen.
Jonas ist heute wieder nach Münster gefahren, denn er muss ja mit seiner Diplomarbeit so langsam fertig werden.
Ich werd dann am Mittwoch nachkommen, um Silvester in MS zu verbringen.

24. Dezember

Der Stern

Hätt` einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.

Wilhelm Busch

23. Dezember

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
Morgen werden wir uns freun;
Welch ein Jubel, welch ein Leben
Wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
Heisa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
Von der großen Lichterzahl,
Schöner als bei frohen Tänzen
Ein geputzter Kronensaal!
Wißt ihr noch vom vorgen Jahr,
Wie’s am Weihnachtsabend war?

Wißt ihr noch mein Reiterpferdchen,
Malchens nette Schäferin?
Jettchens Küche mit dem Herdchen
Und dem blank geputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
Mit der gelben Violin?

Wißt ihr noch den großen Wagen
und die schöne Jagd von Blei?
Unsre Kleiderchen zum Tragen
Und die viele Näscherei?
Meinen fleißgen Sägemann
mit der Kugel untendran?

Welch ein schöner Tag ist morgen,
Viele Freunde hoffen wir!
Unsre lieben Eltern sorgen
Lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
Ist der ganzen Lust nicht wert!

22. Dezember

Weihnachtswunder

Durch den Flockenfall
klingt süßer Glockenschall,
ist in der Winternacht
ein süßer Mund erwacht.

Herz, was zitterst du
den süßen Glocken zu?
Was rührt den tiefen Grund
dir auf der süße Mund?

Was verloren war,
du meintest, immerdar,
das kehrt nun all zurück,
ein selig Kinderglück.

O du Nacht des Herrn
mit deinem Liebesstern,
aus deinem reinen Schoß
ringt sich ein Wunder los.

Gustav Falke

Montag, 21. Dezember 2009

21. Dezember

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend' geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen-
O du gnadenreiche Zeit!

Joseph von Eichendorff

20. Dezember

Schneeflöckchen, Weißröckchen

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
da kommst du geschneit;
Du kommst aus den Wolken,
dein Weg ist so weit.

Komm setz dich ans Fenster,
du lieblicher Stern;
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.

Schneeflöckchen, du deckst uns
die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher
in himmlischer Ruh'.

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns ins Tal,
dann bau'n wir 'nen Schneemann
und werfen den Ball.

Samstag, 19. Dezember 2009

19. Dezember

Nußknacker

Nußknacker, du machst ein grimmig Gesicht-
Ich aber, ich fürchte vor dir mich nicht:
Ich weiß, du meinst es gut mit mir,
Drum bring ich meine Nüsse dir.
Ich weiß, du bist ein Meister im Knacken:
Du kannst mit deinen dicken Backen
Gar hübsch die harten Nüsse packen
Und weißt sie vortrefflich aufzuknacken:
Nußknacker, drum bitt ich dich, bitt ich dich,
Hast bessere Zähn als ich, Zähn als ich.
O knacke nur, knacke nur immerzu!
Ich will dir zu Ehren
Die Kerne verzehren.
O knacke nur, knack knack knack! immerzu!
Ei, welch ein braver Kerl bist du!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

18. Dezember

Christbaum

Der Winter ist ein karger Mann,
er hat von Schnee ein Röcklein an;
zwei Schuh von Eis
sind nicht zu heiß;
von rauhem Reif eine Mütze
macht auch nur wenig Hitze.

Er klagt: "Verarmt ist Feld und Flur!"
Den grünen Christbaum hat er nur;
den trägt er aus
in jedes Haus,
in Hütten und Königshallen:
den schönsten Strauß von allen!

Friedrich Wilhelm Weber

17. Dezember

Winternacht

Es war einmal ein Glocke,
die machte baum, baum...
Und es war einmal eine Flocke,
die fiel dazu wie im Traum...


Die fiel dazu wie im Traum...
Die sank so leis hernieder,
wie ein Stück Engleingefieder
aus dem silbernen Sternenraum.

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum...
Und dazu fiel eine Flocke,
so leis als wie ein Traum...

So leis als wie ein Traum...
Und als vieltausend gefallen leis,
da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.

Da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.

Christian Morgenstern

16. Dezember

Es schneit...

Es schneit! Es schneit!
Kommt alle aus dem Haus!
Die Welt, die Welt
sieht wie gepudert aus.

Es schneit! Es schneit!
Das müßt ihr einfach sehn!
Kommt mit! Kommt mit!
Wir wollen rodeln gehn.

Wir laufen durch die weiße Pracht
und machen eine Schneeballschlacht,
aber bitte nicht mitten ins Gesicht!

Wir holen unsre Schlitten 'raus
und laufen in den Wald hinaus
und dann bauen wir den Schneemann
vor der Tür.

Es schneit! Es schneit!
Kommt alle aus dem Haus!
Die Welt, die Welt
sieht wie gepudert aus.

Aus grau wird weiß,
aus laut wird leis',
die Welt wird zugedeckt
und von der Frühlingssonne
wird sie wieder aufgeweckt.

Rolf Zuckowski