Samstag, 5. Dezember 2009
5. Dezember
Der Weihnachtsaufzug
Bald kommt die liebe Weihnachtszeit,
worauf die ganze Welt sich freut;
das Land, so weit man sehen kann,
sein Winterkleid hat angetan.
Schlaf überall; es hat die Nacht
die laute Welt zur Ruh gebracht, -
kein Sternenlicht, kein grünes Reis,
der Himmel schwarz, die Erde weiß.
Da blinkt von fern ein heller Schein. -
Was mag das für ein Schimmer sein?
Weit übers Feld zieht es daher,
als ob’s ein Kranz von Lichtern wär’,
und näher rückt es hin zur Stadt,
obgleich verschneit ist jeder Pfad.
Ei seht, ei seht! Es kommt heran!
O, schauet doch den Aufzug an!
Zu Roß ein wunderlicher Mann
mit langem Bart und spitzem Hute,
in seinen Händen Sack und Rute.
Sein Gaul hat gar ein bunt Geschirr,
von Schellen dran ein blank Gewirr;
am Kopf des Gauls, statt Federzier,
ein Tannenbaum voll Lichter hier;
der Schnee erglänzt in ihrem Schein,
als wär’s ein Meer voll Edelstein. -
Wer aber hält den Tannenzweig?
Ein Knabe, schön und wonnereich;
‘s ist nicht ein Kind von unsrer Art,
Hat Flügel an dem Rücken zart.-
Das kann fürwahr nichts anders sein,
als wie vom Himmel ein Engelein!
Nun sagt mir Kinder, was bedeut’t
ein solcher Zug in solcher Zeit? - -
Was das bedeut’t? Ei, seht doch an,
da frag ich grad’ beim Rechten an!
Ihr schelmischen Gesichterchen,
ich merk’s, ihr kennt die Lichterchen,
kennt schon den Mann mit spitzem Hute,
kennt auch den Baum, den Sack, die Rute.
Der alte bärt’ge Ruprecht hier
er pocht schon oft an eure Tür;
droht mit der Rute bösen Buben;
warf Nüss’ und Äpfel in die Stuben
für Kinder, die da gut gesinnt. - -
Doch kennt ihr auch das Himmelskind?
Oft bracht es ohne euer Wissen,
wenn ihr noch schlieft in weichen Kissen,
den Weihnachtsbaum zu euch nach Haus,
putzt wunderherrlich ihn heraus;
Geschenke hing es bunt daran
und steckt die vielen Lichter an;
flog himmelwärts und schaute wieder
von dort auf euren Jubel nieder.
O Weihnachtszeit, du schöne Zeit,
so überreich an Lust und Freud!
Hör doch der Kinder Wünsche an
und komme bald, recht bald heran,
und schick uns doch, wir bitten sehr,
mit vollem Sack den Ruprecht her.
Wir fürchten seine Rute nicht,
wir taten allzeit unsre Pflicht.
Drum schick uns auch den Engel gleich
mit seinem Baum, an Gaben reich.
O Weihnachtszeit, du schöne Zeit,
worauf die ganze Welt sich freut!
Robert Reinick
Freitag, 4. Dezember 2009
4. Dezember
Barbaratag
Kirschenzweige bringt ein Mädchen
Über kahle kalte Heide.
Dämmertag ist Nacht geworden,
Dörfchen blinkt wie Lichtgeschmeide.
Engelstimme singt vom Himmel:
Dunkle Reiser, seid erkoren,
Staubverweht sind lang die Blumen,
Feld und Garten eingefroren.
Ihr nur werdet grünend leben,
Wenn der Erde Pflanzen fehlen.
Heilige Nacht wird Blüten treiben,
Und ein Glück kommt in die Seelen.
Letztes Rot verlischt am Walde.
Ton in Lüften bebt entschwindend.
Über die verhüllte Heide
Haucht der Bergwind, Schnee verkündend.
Hans Carossa
Donnerstag, 3. Dezember 2009
3. Dezember
Vom Geist der Weihnacht
Wir alle sind Engel
Geboren im Licht
Dort sind wir zu Haus
Doch wir wissen es nicht
Wir sind unterwegs
Unser Weg ist die Zeit
Doch unsere Heimat
Ist Ewigkeit
In der Tiefe der Nacht
Glauben wir uns allein
Doch mitten im Dunkel
Erreicht uns geheim
Ein Stern
Ein Erinnern
Ein leises Erklingen
Ein Moment der Vertrautheit
Ein liebendes Schwingen
Ein Wissen das sagt
Niemals sid wir verlor'n
Der Stern der uns leuchtet
Ist in uns gebor'n
Dirk Michael Steffen (aus "Vom Geist der Weihnacht")
Mittwoch, 2. Dezember 2009
2. Dezember
Advent
Der Frost haucht zarte Häkelspitzen
Perlmuttergrau ans Scheibenglas.
Da blühn bis an die Fensterritzen
Eisblumen, Sterne, Farn und Gras.
Kristalle schaukeln von den Bäumen,
Die letzen Vögel sind entflohn.
Leis fällt der Schnee ... In unsern Träumen
Weihnachtet es seit gestern schon.
Mascha Kaléko
Dienstag, 1. Dezember 2009
1. Dezember
Der Dezember
Das Jahr ward alt. Hat dünne Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.
Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, daß man's versteht.
Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.
Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.
Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."
Mittwoch, 25. November 2009
Jeden Tag eine gute Tat
Sonntag, 22. November 2009
New Moon

Montag, 16. November 2009
Kino und Einweihungsfeier

Freitag, 6. November 2009
update
Dienstag, 8. September 2009
Zoo
Dazu haben wir noch ein 75-300 mm Teleobjektiv und damit gings dann los, Tiere fotografieren. Wir waren bei der Robbenfütterung, haben Pinguine und Elefanten selbst gefüttert und die Raubtierfütterungen gesehen (die kriegen tote Karnickel, igitt das macht vielleicht widerliche Geräusche, wenn die auf den Knochen rumbeißen, pfui)